Alltag, DIY, Frust, Rennrad, Technik

Schreck um Mitternacht

Am Mittwoch Abend fuhr ich nach dem monatlichen Treffen der AG Radverkehr nochmal schnell nach Veitshöchheim, Robert besuchen (und meinen neuen alten Renner zeigen, siehe hier). Ich hatte ihn bei Üd auf der Grillfete kennengelernt, und wir hatten ein baldiges Treffen vereinbart. Der Abend bei Robert verlief auch wirklich entspannt – kein Wunder, da wir neben der Liebe zum Fahrrad offensichtlich auch gemeinsame Vorlieben bezüglich fränkischer Gerste und schottischem Malz haben – sofern diese zu Getränken weiterverarbeitet wurden 🙂

Neben dem Fachsimpeln wurden wir auch „handgreiflich“ – Robert justierte mein Schaltwerk, das noch ein wenig hakelte (Zug von mir falsch geführt …), und wir tauschten die Sättel, da Robert einen Brooks-Ledersattel besitzt, den er nicht so gerne fährt, und ich einen Flite-Sattel, den ich nicht unbedingt zu meinen Favoriten zähle. Also umgeschraubt, und dann, kurz vor Mitternacht: Zurück nach Würzburg. Ich wählte die Route durch den Neuen Hafen (Industriegebiet), den Hinweg hatte ich auf der anderen Mainseite über Zellerau, Zell und Margetshöchheim zurückgelegt.

In der Veitshöchheimer Straße, etwa auf Höhe Kulturspeicher, dann das: Schalten – Knacken – Kette ab – Pedale blockieren … einigermaßen überrascht hielt ich an, denn der Umwerfer vorne war sauber eingestellt und bot der Kette keinerlei Spiel nach innen oder aussen, über die jeweiligen Kettenblätter hinauszuspringen. Der Blick nach hinten ging gleich nach unten: Was liegt da auf der Straße und hängt an meiner Kette? Ähhh … ist das nicht mein Schaltwerk?!

Etwas verdutzt war ich schon, und machte mir im ersten Reflex gleich mal wieder die Hände schwarz beim Aufheben der Kette und dem provisorischen Einhängen des Schaltwerks, damit ich das Rad gemütlich (25 weitere Minuten) nach Hause schieben konnte. Am nächsten Tag dann die Begutachtung bei Tageslicht: Schaltwerk am Gewinde am Schaltauge gebrochen und abgerissen – hatte ich es zu fest angezogen bei der Montage? Eigentlich bin ich da mittlerweile etwas behutsam geworden („Nach fest kommt ab“, sagen die erfahrenen Schrauber) und verwend überall da, wo ich Nm-Angaben vorfinde, einen Drehmomentschlüssel, bei dem sich die Stärke des Anzugs gut zwischen 2 und 24 Nm einstellen lässt (passend für die meisten Fahrradschrauben). Egal … Robert meinte, er hätte noch ein Schaltwerk (RD 1056, meines war RD 1051 – beide passen für 7-fach-Kassetten), also werde ich mir das besorgen und die kleine Zwangspause wirklich klein halten …

So ähnlich sah das nachts um 0:20 Uhr aus, nur weniger hell …

So ähnlich sah das nachts um 0:20 Uhr aus, nur weniger hell …

Direkt an der Befestigung abgerissen – Schaltauge noch ok (hoffe ich).

Direkt an der Befestigung abgerissen – Schaltauge noch ok (hoffe ich).

Das Schaltwerk ist Schrott.

Das Schaltwerk ist Schrott.

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