Lust, Rennrad, Tour < 100 km

Abradeln?

»Bunt sind schon die Wälder, gelb die Stoppelfelder …« – das ist das Lied, das mir durch den Kopf geht, wenn ich es dieser Tage noch schaffe, das Rennrad hervorzuholen. Die kleine Gruppe, mit der ich noch im Sommer jede Woche abends losgefahren bin, hat sich sang- und klanglos zerstreut, ohne dass wir einen geeigneten Termin zum »Abradeln« gefunden hätten. Seit letztem Wochenende hat sich das mit »abends« endgültig erledigt, mit der Winterzeit endet der Tag um 17 Uhr, und mein Akku-Scheinwerfer ist mit 40 Lux zwar ganz ordentlich, aber das Fahren dem Lichtkegel hinterher durch die dunkle Nacht eine eher dröge Angelegenheit.

Außerdem fehlt den Beinen doch ganz schnell das regelmäßige Training: Bin ich am 3. Oktober noch souverän den letzten Anstieg am Kreuzberg hochgeklettert, so musste ich 16 Tage später am gleichen Stück zweimal absteigen und durchschnaufen: Ich war am Samstag, 19. Oktober, nochmal hochgefahren, herrliches Wetter wieder, hatte aber schon von vorneherein die Rückfahrt über Bad Neustadt, und von dort mit dem Zug zurück nach Würzburg, geplant. Es war eine tolle Tour, aber: 16 Tage ohne Rennrad, das merke ich an der Kondition, selbst nach einer Saison mit regelmäßigen und langen Ausfahrten.

Nicht viel los, zumindest was die »Dauerparkplätze« der Radfahrer (zurückgelassene Schlösser) am Geländer angeht …

Nicht viel los, zumindest was die »Dauerparkplätze« der Radfahrer (zurückgelassene Schlösser) am Geländer angeht …

… aber doch etliche Wanderer und sonstige (= motorisierte) Besucher …

… aber doch etliche Wanderer und sonstige (= motorisierte) Besucher …

… und »mein« erstes Fatbike live. Habe den Halter inzwischen identifizieren können – fahren ja doch nicht so viele durch die gegend.

… und das erste Fatbike »in echt« gesehen. Habe den Halter inzwischen identifizieren können – es fahren ja doch nicht so viele durch die Gegend.

Auf dem Radweg von Bischofsheim nach Bad Neustadt: Herbststimmung (und eine ziemliche Geräuschkulisse durch das Geraschel und Geknistere unter den Rädern).

Auf dem Radweg von Bischofsheim nach Bad Neustadt: Herbststimmung (und eine ziemliche Geräuschkulisse durch das Geraschel und Geknistere unter den Rädern).

Am Samstag drauf dann nochmal eine Schwanbergrunde, endlich mit Daniel, der mich schon vor Monaten kontaktiert hatte – aber irgendwie hat es nie geklappt, dafür jetzt spontan. Sympathischer Typ, schönes Rad, gewöhnungsbedürftiger »Helm« (und andere Textilien :))) ), viel geplaudert … ja, ich wäre froh, wenn ich wöchentlich eine Schwanbergrunde hinbekäme, das würde meine Konstitution zumindest in Ansätzen über den Winter retten.

Statistiken:

Würzburg–Kreuzberg am 19.10.:
90,74 Tageskilometer; 4:29:56 Fahrzeit; 20,17 km/h Durchschnitt; 65,60 km/h max.; 68 UPM Durchschnitt; 1669 m Tageshöhe

Kreuzberg–Bad Neustadt am 19.10.:
27,32 Tageskilometer; 0:49:44 Fahrzeit; 32,96 km/h Durchschnitt; 70,58 km/h max.; 81 UPM Durchschnitt; 16 m Tageshöhe

Schwanbergrunde am 26.10.:
70,48 Tageskilometer; 3:04:06 Fahrzeit; 22,96 km/h Durchschnitt; 61,86 km/h max.; 79 UPM Durchschnitt; 616 m Tageshöhe

Was auf jeden Fall im Winter läuft, ist die weitere Planung der Unterfrankenrundfahrt für nächstes Jahr. Seit vorletztem Jahr schon blocke ich mir die langen Wochenenden (Donnerstag Feiertag, Freitag Brückentag), vor allem Christi Himmelfahrt (»Vatertag« – gehört mir!). Ziel für nächstes Jahr: einmal rund um Unterfranken, 555 km, 4 Tage – inkl. Main, Spessart, Odenwald, Rhön, Hochrhön, Grabfeld, Haßberge, Steigerwald, Ochsenfurter Gau. Dabei versuche ich, die Strecke möglichst fair in vier Teilabschnitte zu gliedern und drei Übernachtungen an Orten hinzubekommen, wo man noch ein wenig mehr geboten bekommt als nur ein Bett für die müden Beine. Stichwort »Absacker« am Abend, aber bitte mit Niveau.

20131006-rundfahrt-2

Die Rundfahrt verläuft im Uhrzeigersinn, die Etappen sind farblich abgesetzt, wobei ich mir am Tag 1 (Westen) noch unschlüssig bin, vermutlich aber Aschaffenburg (orange) auslasse, dafür lieber Mespelbrunn (rot) mitnehme. Die Tage 3 und 4 werden etwas gemütlicher, was Länge und Anstiege angeht – realistisch bleiben und bloß nicht übernehmen.

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