Alltag, Radwege, Würzburg

Wird Würzburg tatsächlich »fahrradfreundlich«?

Im Winter-Halbjahr bewegt sich meine Aufmerksamkeit eher weg vom eigenen Vergnügen (Touren fahren) und hin zu den Fragen und Problemen, mit denen ich mich als Alltagsradler auseinandersetzen muss. Nach den Veranstaltungen der beiden Spitzenkandidaten um das Amt des Oberbürgermeisters, Kulturreferent Muchtar Al Ghusain und Stadtkämmerer Christian Schuchardt, standen diese Woche die Haushaltsberatungen 2014 im Rathaus an.

Zuvor wurden beide Kandidaten am Freitagnachmittag, 15. November 2013, vom ADFC Würzburg zu einer gemeinsamen Fahrrad-Rundfahrt eingeladen, um die Problemstellen für Radfahrer in Würzburg erneut ins Bewußtsein zu rufen. Die Mainpost berichtete davon in ihrer Samstagsausgabe am nächsten Tag. Der ADFC hält auch eine Liste mit Forderungen an den zukünftigen Stadtrat bereit.

Die erste gute Nachricht: Offensichtlich wird der geplante Etat für Erhalt und Ausbau des Radwegenetzes in der Stadt von ursprünglich 300.000 Euro auf 525.000 Euro aufgestockt – das ist fast eine Verdoppelung! Kein Gemosere jetzt angesichts der Tatsache, dass es immer noch wenig ist (und bei der nicht gerade optimalen Infrastruktur hier ein Tropfen auf den heißen Stein), denn auch in den nächsten Jahren soll mehr für den Radverkehr geleistet werden und bei größeren straßenbaulichen Projekten, etwa der Sanierung der Werner-von-Siemens-Straße in Lengfeld, der Radverkehr noch viel mehr in die Planung einbezogen werden. Also: Die Richtung stimmt, lieber Stadtrat, weiter so!

Wie »Fahrradfreundlichkeit« geht, kann man übrigens in einem ganz gelungenen, etwa 25-minütigen Video sehen, das die Bemühungen der Stadt Nürnberg, aber auch die Probleme, aus Sicht sowohl der städtisch Verantwortlichen als auch einer Alltagsradlerin aufzeigt. Und es kommt natürlich jede Menge Kopenhagen im Video vor – so wird es richtig gemacht:

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2 Gedanken zu “Wird Würzburg tatsächlich »fahrradfreundlich«?

  1. Dirk Baierlipp schreibt:

    Hallo Jochen,
    das lässt hoffen! … mir ist dazu gleich meine Bern-Erfahrung eingefallen: noch nirgends habe ich Fahrrad- und Autofahrer so eng verwoben im Straßenverkehr gesehen. Und das nur durch eine clevere Führung durch die Straßenzeichnung. >> ausprobieren!

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  2. »clevere Führung durch die Straßenzeichnung« … da nennst Du ja leider schon einen der größten Mängel hier in der Stadt: immer da, wo etwas Strecke und etwas Farbe übrig sind, wird ein Radweg-Fragment installiert. Noch – hoffentlich ändert sich das jetzt endlich …

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