Alltag, Fotografie, Lust, Mensch-Maschine, Radwege, Würzburg

Dies und das (1)

Ab und zu muss ich meine (manchmal auch nicht ganz) alltäglichen Beobachtungen mitteilen – weil ich sie für interessant erachte und sie thematisch nicht allzu weit entfernt sind vom Thema Fahrrad oder Verkehr. Hier also ein kleines Sammelsurium der letzten Wochen, chronologisch zusammengestellt …

16.7., 20:35 Uhr | Blick in den Abendhimmel vom heimischen Balkon aus – und Staunen: Da kreist ein geknicktes Luftschiff über den Dächern. Ob das gut geht? Anlass für uns, nachdem das Luftschiff Richtung Frauenland abdreht, noch mal schnell auf die Räder zu steigen – aber wir können es nicht mehr sehen und drehen nach ein paar Häuserblöcken um. Zwei Tage später berichtet die Mainpost darüber: Alles gut ausgegangen. Luftschiffe gehören nicht zu den Verkehrsmitteln, mit denen ich irgendwann einmal fahren möchte, jetzt schon gar nicht mehr.

16. Juli, 20:35 Uhr | Blick in den Abendhimmel vom heimischen Balkon aus – und Staunen: Da kreist ein geknicktes Luftschiff über den Dächern. Ob das gut geht? Anlass für uns, nachdem das Luftschiff Richtung Frauenland abdreht, noch mal schnell auf die Räder zu steigen – aber wir können es nicht mehr sehen und drehen nach ein paar Straßen um. Zwei Tage später berichtet die Mainpost darüber: Alles gut ausgegangen.
Luftschiffe gehören nicht zu den Verkehrsmitteln, mit denen ich irgendwann einmal fahren möchte, jetzt schon gar nicht mehr.

21. Juli, 16:03 Uhr | Wie immer hole ich Emil aus dem Hort, wie immer fahren wir mit den Rädern durch Grombühl. Nicht wie immer, aber doch immer wieder mal: Auto (2 Insassen) blockiert Straßenbahn (100 Insassen?). STVO § 11 Absatz 1: »Stockt der Verkehr, darf trotz Vorfahrt oder grünem Lichtzeichen nicht in die Kreuzung oder Einmündung eingefahren werden, wenn auf ihr gewartet werden müsste.«  Nun stehen wir beide an einer Ampel, die deutlich zurückgesetzt ist von der Trasse, und schauen uns das Elend an (hektisches Rangieren, Blockieren der Spur des gegenverkehrs durch Ausweuchen auf dieselbe). Neben mir kommt ein weiterer Radfahrer zum Stehen, der fragend schaut, als ich mit dem iPhone ein paar Fotos mache. »Ist für meinen Blog, ich muss ab und zu die Vollidioten fotografieren.« Gelächter, Ampelgrün, weiter gehts …

21. Juli, 16:03 Uhr | Wie immer hole ich Emil aus dem Hort, wie immer fahren wir mit den Rädern durch Grombühl. Nicht wie immer, aber doch immer wieder mal: Auto (2 Insassen) blockiert Straßenbahn (100 Insassen?). STVO § 11 Absatz 1: »Stockt der Verkehr, darf trotz Vorfahrt oder grünem Lichtzeichen nicht in die Kreuzung oder Einmündung eingefahren werden, wenn auf ihr gewartet werden müsste.«
Nun stehen wir beide an einer Ampel, die deutlich zurückgesetzt ist von der Trasse, und schauen uns das Elend an (hektisches Rangieren, Blockieren der Spur des Gegenverkehrs durch Ausweichen auf dieselbe). Neben mir kommt ein weiterer Radfahrer zum Stehen, der fragend schaut, als ich mit dem iPhone ein paar Fotos mache. »Ist für meinen Blog, ich muss ab und zu die Vollidioten fotografieren.« Allgemeines Gelächter, Ampelgrün, weiter gehts …

25. Juli, 20:57 Uhr | Die Balance zwischen Sonderling (»Warum fährt Papa die 100 Km bis zur Oma nicht mit uns im Auto?«) und Haustyrann (»Warum müssen wir alle immerzu mit dem Fahrrad fahren?«) gelingt mir immer öfter. Hier sind meine Frau, Emil und ich zu einem unverbindlichen Eltern-/Schülertreffen zum Schuljahresschluss in den Gramschatzer Wald gefahren, zum Gasthaus Einsiedel (20 Km). Mehr als zwei Stunden Fahrt (hin und zurück) für eine gute Stunde Zusammensitzen klingen übertrieben, aber erstens ist der Weg das Ziel, zweitens war die abendliche Tour durch den Wald ganz charmant (auch wenn wir für den Rückweg nicht mehr den Radweg über die Schotterpisten, sondern die ST2294 gewählt haben), drittens empfinde ich auch das Beisammensein mit anderen als wertvoller, wenn ich es mir erradelt habe – und so ging es uns allen dreien an diesem Abend. Und: Einschlafen geht auch besser nach der Rückkehr ;-)

25. Juli, 20:57 Uhr | Die Balance zwischen Sonderling (»Warum fährt Papa die 100 Km bis zur Oma nicht mit uns im Auto?«) und Haustyrann (»Warum müssen wir alle immerzu mit dem Fahrrad fahren?«) gelingt mir immer öfter. Hier sind meine Frau, Emil und ich zu einem unverbindlichen Eltern-/Schülertreffen zum Schuljahresschluss in den Gramschatzer Wald gefahren, zum Waldhaus Einsiedel (20 Km einfach). Mehr als zwei Stunden Fahrt (hin und zurück) für eine gute Stunde Zusammensitzen klingen übertrieben, aber erstens ist der Weg das Ziel, zweitens war die abendliche Tour durch den Wald ganz charmant (auch wenn wir für den Rückweg nicht mehr den Radweg über die Schotterpisten, sondern die ST2294 gewählt haben), drittens empfinde ich auch das Beisammensein mit anderen als wertvoller, wenn ich es mir erradelt habe, und Essen und Trinken werden wieder zu Essentials – und so ging es uns allen dreien an diesem Abend. Und: Einschlafen geht auch besser nach der Rückkehr 😉

27. Juli | An diesem Sonntag fuhren wir zusammen zum Volkswandertag am Truppenübungsplatz Wildflecken, als Fahrradbezug muss reichen, dass ich erstens mein Lieblings-Fahrrad-T-Shirt trage und zweitens eigentlich lieber mit dem Mountainbike hier langgefahren wäre, aber das ist leider verboten. Jedes Jahr am letzten Juli-Wochenende öffnet der ganzjährig gesperrte Truppenübungsplatz für 2 Tage seine Pforten, um Wandertouren auf jährlich wechselnden, aber eng definierten Routen zu erlauben. Hatte ich letztes Jahr bei einem Besuch am Würzburger Haus erfahren, heuer als Geburtstagswunsch umgesetzt.

27. Juli | An diesem Sonntag fuhren wir zusammen zum Volkswandertag am Truppenübungsplatz Wildflecken, als Fahrradbezug muss reichen, dass ich erstens mein Lieblings-Fahrrad-T-Shirt trage und zweitens eigentlich lieber mit dem Mountainbike hier langgefahren wäre, aber das ist leider verboten.
Jedes Jahr am letzten Juli-Wochenende öffnet der ganzjährig gesperrte Truppenübungsplatz für 2 Tage seine Pforten, um Wandertouren auf jährlich wechselnden, aber eng definierten Routen zu erlauben. Hatte ich letztes Jahr bei einem Besuch am Würzburger Haus erfahren, heuer als Geburtstagswunsch umgesetzt.

Das Geburtstagsmenü für mich: 3 Touren, die mittlere (15 Km, blaue Strecke) haben wir gewählt. Uns vier begleiteten noch mein Neffe Simon und unser Freund Clemens. 10:30 Uhr sind wir in Motten losgewandert …

Das Geburtstagsmenü für mich: 3 Touren, die mittlere (15 Km, blaue Strecke) haben wir gewählt. Uns vier begleiteten noch mein Neffe Simon und unser Freund Clemens. 10:30 Uhr sind wir in Motten losgewandert …

Erstes Highlight des Tages: die Dalherdakuppe (832 m) am Rastpunkt 1 nach 5 Km Wanderung.

Erstes Highlight des Tages: die Dalherdakuppe (832 m) am Rastpunkt 1 nach 5 Km Wanderung.

Emil betrachtet die Wasserkuppe …

Emil betrachtet die Wasserkuppe …

… die nordöstlich liegt.

… die nordöstlich liegt.

In nordwestlicher Richtung im Hintergrund: Fulda.

In nordwestlicher Richtung im Hintergrund: Fulda.

Warum ich hierher wollte? Wegen der Panoramen, die man so nur von hier aus sehen kann: der Norden …

Warum ich hierher wollte? Wegen der Panoramen, die man so nur von hier aus sehen kann: der Norden …

… und der Süden. Direkt gegenüber (linke Bildhälfte): Die Dreifeldskuppe (832 m).

… und der Süden. Direkt gegenüber (linke Bildhälfte): Die Dreifeldskuppe (832 m).

Auf dem Weg dorthin: Moritz und Simon begutachten eine Pseudohütte aus Munitionskisten. Ich als Kreigsdienstverweigerer kann den militärischen Aspekten der Wanderung nur bedingt etwas abgewinnen (aber es kommt noch was, keine Sorge).

Auf dem Weg dorthin: Moritz und Simon begutachten eine Pseudohütte aus Munitionskisten. Ich als Kriegsdienstverweigerer kann den militärischen Aspekten der Wanderung nur bedingt etwas abgewinnen (aber es kommt noch was, keine Sorge).

Blick von der Dreifeldskuppe nach Westen hin. Eigentlich liegt die Kuppe auf der kürzesten Route, aber den kleinen Schlenker hierher habe ich mir ausbedungen, wir laufen ein kleines Stück wieder zurück und folgen dann wieder der blauen Route.

Blick von der Dreifeldskuppe nach Westen hin. Eigentlich liegt die Kuppe auf der kürzesten Route, aber den kleinen Schlenker hierher habe ich mir ausbedungen, wir laufen ein kleines Stück wieder zurück und folgen dann wieder der blauen Route.

Simon entdeckt dieses Trumm Raupe, vollgefressen bis obenhin. Lustig: So vollgefressen, dass sie ständig zur Seite wegkippt beim Versuch, den Weg zu queren – Bauch zu dick, Füße zu kurz.

Simon entdeckt dieses Trumm Raupe, vollgefressen bis obenhin. Lustig: So vollgefressen, dass sie ständig zur Seite wegkippt beim Versuch, den Weg zu queren – Bauch zu dick, Füße zu kurz.

Östlich der Dreifeldskuppe windet sich der Weg hinab (Blick zurück).

Östlich der Dreifeldskuppe windet sich der Weg hinab (Blick zurück).

Anstieg zum Rastpunkt 2 an der Dammersfeldkuppe (846 m, links). Überall gesperrt wegen möglichen Blindgängern.

Anstieg zum Rastpunkt 2 an der Dammersfeldkuppe (Rastpunkt bei 846 m). Überall gesperrt wegen möglichen Blindgängern.

Blick nach Osten zum Kreuzberg hin – ganz ungewohnte Perspektive, unterhalb des Funkturms kann man das Kloster erkennen (auf dem Foto leider kaum).

Blick nach Osten zum Kreuzberg hin – ganz ungewohnte Perspektive, unterhalb des Funkturms kann man das Kloster erkennen (auf dem Foto leider kaum).

Von dort drüben habe ich letztes Jahr hierhergeblickt: Dort liegt das Würzburger Haus.

Von dort drüben habe ich letztes Jahr hierhergeblickt: Dort liegt das Würzburger Haus, dazwischen der Sinngrund mit Oberbach.

Hier bin ich dann doch etwas versöhnlicher gestimmt, was militärische Übungen angeht :D Ok, ich schweife ab …

Hier bin ich dann doch etwas versöhnlicher gestimmt, was militärische Übungen angeht 😀
Ok, ich schweife ab …

31. Juli, 19 Uhr | Kleine Abendrunde, und obwohl ich nicht fotografieren wollte – und von dem Stück WÜ31 nach Helmstadt eher angefressen war (zu eng vorbeifahrende Autoflegel, fast durchgängig) –, musste ich hier anhalten und knipsen: Verbindung zwischen WÜ11 und WÜ17, von Helmstadt nach Unteraltertheim. Genau der elegante Schwung, den ich so liebe …

31. Juli, 19 Uhr | Kleine Abendrunde mit dem Rennrad, und obwohl ich nicht fotografieren wollte – und von dem Stück WÜ31 nach Helmstadt eher angefressen war (zu eng vorbeifahrende Autoflegel, fast durchgängig) –, musste ich hier anhalten und knipsen: Verbindung zwischen WÜ11 und WÜ17, von Helmstadt nach Unteraltertheim. Genau der elegante Schwung, den ich so liebe …

4. August | Sind seit Samstag in Berlin, heute mit Leihrädern unterwegs zum Tempelhofer Feld. Die Räder waren ein guter Kompromiss zwischen Preis/Leistung und Entfernung zum Hotel. Trotzdem nicht wirklich in gutem zustand, aber für €10/Tag akzeptabel.

4. August | Sind seit Samstag in Berlin, heute mit Leihrädern unterwegs zum Tempelhofer Feld. Die Räder waren ein guter Kompromiss zwischen Preis/Leistung und Entfernung zum Hotel. Trotzdem nicht wirklich in gutem zustand, aber für €10/Rad/Tag akzeptabel.

Für den Würzburger ein ungewohntes Bild: Radverkehrsführung, die auch optisch als solche zu erkennen ist, und Radfahrerampeln, die vor den KFZ-Ampeln geschaltet werden.

Für den Würzburger ein ungewohntes Bild: Radverkehrsführung, die auch optisch als solche zu erkennen ist, und Radfahrerampeln, die vor den KFZ-Ampeln geschaltet werden.

Tempelhofer Feld: Ein riesiges Areal …

Tempelhofer Feld: Ein riesiges Areal …

… das geradezu einlädt zum Radtraining: Wie dieser Herr waren mehrere unterwegs, immer im Kreis herum. Verdammt, wo ist mein Rennrad?

… das geradezu einlädt zum Radtraining: Wie dieser Herr waren mehrere unterwegs, immer im Kreis herum. Verdammt, wo ist mein Rennrad?

Verleihbude mit Spaßgefährten – wobei ich daran nichts spaßiges finden kann: Zu schwer, zu unbequem – aber immerhin: sehen ein bisschen wie Autos aus, oder?

Verleihbude mit Spaßgefährten – wobei ich daran nichts spaßiges finden kann: Zu schwer, zu unbequem – aber immerhin: sehen ein bisschen wie Autos aus, oder?

Hier fand vor zwei tagen ein Rad-Polo statt – leider wird schon wieder abgebaut.

Hier fand vor zwei Tagen ein Bikepolo statt – leider wird schon wieder abgebaut.

Super-Piste: eine der beiden Landebahnen.

Super-Piste: eine der beiden Landebahnen.

Streckenmarkierungen für die Hobby-Sportler.

Streckenmarkierungen für die Hobby-Sportler.

Der eigentliche Grund unseres Besuchs hier: Die Urban-Gardening-Ecke …

Der eigentliche Grund unseres Besuchs hier: Die Urban-Gardening-Ecke …

… mit angeschlossener Fahrradwerkstatt.

… mit angeschlossener Fahrradwerkstatt.

Später, auf dem Rückweg: Eine interessante Rahmenvariante, selbst zusammengeschweisst, und eines jener vergessenen, nach und nach geplünderten Fahrräder, die man überall sieht, auch in Würzburg.

Später, auf dem Rückweg: Eine interessante Rahmenvariante, selbst zusammengeschweisst, und eines jener vergessenen, nach und nach geplünderten Fahrräder, die man überall sieht, auch in Würzburg.

Am Dienstag: Besuch der Ausstellung »Avantgarde«, und ich finde doch immer wieder einen Bezug zum Radfahren … ;-)

Am Dienstag: Besuch der sehenswerten Ausstellung »Avantgarde«, und ich finde doch immer wieder einen Bezug zum Radfahren … 😉

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