Alltag, Ehrgeiz, Fotografie, Lust, Radwege, Rennrad, Tour < 100 km, Training

Radeln im Herbst (2)

Der Beitrag gestern hätte eigentlich die ganze Woche enthalten sollen, aber ich war dann irgendwann müde und habe erstmal die Fladungen-Exkursion veröffentlicht. Allerdings stand die Woche insgesamt unter einem guten Rennradstern, denn zu der Rhöntour (209 km hin und zurück) kamen am Samstag noch knappe 91 km, eine sonnige Kurbelrunde in Würzburgs Norden. Zusammen knapp 300 km, für eine Herbstwoche nicht schlecht. Am Samstag (Allerheiligen), ganz zweckfrei, nahm ich mir ein paar Straßen vor, die nicht auf meinen Süd-Nord-Routen liegen, sondern quer dazu verlaufen …

… und so fiel die Wahl auf die Ost-West-Verbindung von Schwebenried nach Karlstadt (MSP1 von Schwebenried bis Aschfeld, B27 von Aschfeld bis Karlstadt). Bei herrlichem Wetter und Sonne satt (bis auf das verhangene Maintal, ab Karlstadt nach Würzburg) ein echtes Vergnügen!

Los gings mal wieder über die Steinburg ins Dürrbachtal (hier: Schotterweg hinter Oberdürrbach).

Los gings mal wieder über die Steinburg ins Dürrbachtal (hier: Schotterweg hinter Oberdürrbach).

Ochsengrund: herrlich.

Ochsengrund: herrlich.

Wie zu erwarten war: kaum Verkehr, wenig Wind, viel Sonne und blauer Himmel. Nochmal Ochsengrund.

Wie zu erwarten war: kaum Verkehr, wenig Wind, viel Sonne und blauer Himmel. Nochmal Ochsengrund.

Vor Gramschatz: Die Kette bleibt auf dem großen Blatt, ich trete den Anstieg im Stehen hoch – habe einfach Lust, mich ein bisschen anzustrengen.

Vor Gramschatz: Die Kette bleibt auf dem großen Blatt, ich trete den Anstieg im Stehen hoch – habe einfach Lust, mich ein bisschen anzustrengen.

ST2294, vor Arnstein. Diesmal bleibe ich auf der Straße und fahre nicht übers Tal, …

ST2294, vor Arnstein. Diesmal bleibe ich auf der Straße und fahre nicht übers Tal, …

… denn heute ist bestes Fotowetter, und so kommt die Abfahrt hier auch mal in die Sammlung.

… denn heute ist bestes Fotowetter, und so kommt die Abfahrt hier auch mal in die Sammlung.

Lange Kurven, kaum Verkehr, …

Lange Kurven, kaum Verkehr, …

… nach der Kurbelei und den paar gemütlichen Anstiegen eine schöne Abfahrt zur Belohnung.

… nach der Kurbelei und den paar gemütlichen Anstiegen eine schöne Abfahrt zur Belohnung.

Die ST2277 zwischen Arnstein und Schwebenried fahre ich ausgesprochen gerne: guter Teer, wenig Autos.

Die ST2277 zwischen Arnstein und Schwebenried fahre ich ausgesprochen gerne: guter Teer, wenig Autos.

Ausfahrt Schwebenried: So oft bin ich hier schon langgefahren auf meinem Weg hoch in die Rhön, geradeaus, doch diesmal biege ich nach links ab, Richtung Altbessingen, …

Ausfahrt Schwebenried: So oft bin ich hier schon langgefahren auf meinem Weg hoch in die Rhön, geradeaus, doch diesmal biege ich nach links ab, Richtung Altbessingen, …

… und damit auch noch mehr ins Licht. Die gepflügten Felder duften nach Erde – und gar nicht so modrig, wie so oft in dieser feuchten Jahreszeit. Nach dem ersten Hügel …

… und damit auch noch mehr ins Licht. Die gepflügten Felder duften nach Erde – und gar nicht so modrig, wie so oft in dieser feuchten Jahreszeit. Nach dem ersten Hügel …

… folgen weitere, aber alle recht zahm. Vor Altbessingen.

… folgen weitere, aber alle recht zahm. Vor Altbessingen.

Nach Altbessingen folgt eine deutliche Talmulde, an deren Ende ich wieder etwas klettern muss bis zur Kreuzung MSP1/ST2294 (von Büchold nach Gauaschach) – auch hier bin ich schon viele Male langgefahren, heute kreuze ich die ST2294 nur.

Nach Altbessingen folgt eine deutliche Talmulde, an deren Ende ich wieder etwas klettern muss bis zur Kreuzung MSP1/ST2294 (von Büchold nach Gauaschach) – auch hier bin ich schon viele Male langgefahren, heute kreuze ich die ST2294 nur.

Hinter Sachserhof ein leichter Anstieg, danach eine schöne lange Abfahrt nach Obersfeld hinab, dort folge ich im Tal dem Aschbach.

Hinter Sachserhof ein leichter Anstieg, danach eine schöne lange Abfahrt nach Obersfeld hinab, dort folge ich im Tal dem Aschbach.

Zwischen Münster und Aschfeld auf der MSP1. Hinter Aschfeld wechsle ich nach links auf die B27 und fahre über Eußenheim nach Karlstadt. Noch einmal klettern, am Flughafen vorbei …

Zwischen Münster und Aschfeld auf der MSP1. Hinter Aschfeld wechsle ich nach links auf die B27 und fahre über Eußenheim nach Karlstadt. Noch einmal klettern, am Flughafen vorbei …

… und noch einmal eine schöne , lange Abfahrt hinab nach Karlstadt. Inzwischen ist es etwas trüber geworden, aber die Sonne zieht sich nicht einfach zurück, sondern taucht den Schlossberg westlich von Karlstadt in ein faszinierendes Licht.

… und wieder eine schöne, lange Abfahrt hinab nach Karlstadt. Inzwischen ist es etwas trüber geworden, aber die Sonne zieht sich nicht einfach zurück, sondern taucht den Schlossberg westlich von Karlstadt in ein faszinierendes Licht.

Heimfahrt dann entspannt am Mainradweg (nach einem schnellen Kaffe in Karlstadt). Zugegeben: Autos sind gefährlich, schon aufgrund ihrer schieren beschleunigten Masse, aber viel mehr nerven eigentlich die Fußgänger, die meinen, sobald sie in Gruppen unterwegs sind, gehört der wirklich breite gemeinsame Zwei-Richtungs-Rad-und-Fußweg ihnen alleine. Es ist genügend Platz für alle da – es sollten sich aber auch alle umsichtig verhalten. Fußgänger blicken prinzipiell nie nach hinten, erst recht, wenn sie einen Weg in der ganzen Breite dichtmachen, …

Heimfahrt dann entspannt am Mainradweg (nach einem schnellen Kaffe in Karlstadt). Zugegeben: Autos sind gefährlich, schon aufgrund ihrer schieren beschleunigten Masse, aber viel mehr nerven eigentlich die Fußgänger, die meinen, sobald sie in Gruppen unterwegs sind, gehört der wirklich breite gemeinsame Zwei-Richtungs-Rad-und-Fußweg ihnen alleine. Es ist genügend Platz für alle da – es sollten sich aber auch alle umsichtig verhalten. Fußgänger blicken prinzipiell nie nach hinten, erst recht, wenn sie einen Weg in der ganzen Breite dichtmachen, …

… aber den Vogel schoss dann dieses Joggerpaar bei der Einfahrt in Würzburg ab, auf dem Radweg unterhalb der Kläranlage in der Zellerau (der Fußweg verläuft weiter links, ebenfalls geteert und deutlich vom Radweg getrennt). Je näher ich komme, desto gleichmäßiger verteilen sich beide auf dem wirklich großzügigen Radweg, so dass ich bremse und von hinten frage: »Links oder rechts?«
Beide ziehen nach links (!), ich überhole rechts, und als ich vorbei bin, höre ich aus so einem unmotivierten Genuschel das Wort »Klingel« heraus – da muss ich dann doch mal ein Weilchen neben den jungen Leuten herfahren … es antwortet immer nur er:
»Warum meinst Du, ich müsste mich als Radfahrer auf dem Radweg mit Fußgängern über eine Klingel unterhalten?«
»Ich habe schließlich keine Augen im Hinterkopf.«
»Gut, aber hier ist ja auch kein Fußweg, sondern ein Radweg.«
»Tun Sie bloß nicht so, als ob Sie nie mit dem Fahrrad auf dem Gehweg fahren würden. Das machen schließlich alle Radfahrer.«
[Ich bin erstmal perplex ob dieser beiden Ansagen und überlege verzweifelt, was ich denn nun eigentlich gerade falschgemacht habe.]
»Die Situation hier ist doch eindeutig: Ich bin der Radfahrer auf dem Radweg, Ihr die Fußgänger – und Ihr belegt zu zweit den ganzen Radweg, auf dem vier Fahrräder nebeneinander Platz hätten.«
»Das Radweg-Schild habe ich nicht gesehen.«
Puuuuh … zwecklos: keine Augen im Hinterkopf, die vorne scheinen auch nicht zu funktionieren, Kopfdrehung ausgeschlossen, dazu die – leider inzwischen absolut salonfähige – Eigenart, absolut alles von sich zu weisen und das eigene Fehlverhalten mit dem der anderen aufzurechnen bzw. den anderen noch die alleinige Schuld daran zu geben.
Ich gebe zu: Manchmal beneide ich die Leute um ihre Frechheit – aber immer nur kurz. Denn diese Frechheit ist ja nicht ohne ein gehöriges Maß an Ignoranz, um nicht zu sagen: Vollblödheit zu haben, und der Preis ist mir dann doch zu hoch …

Statistik:

90,67 Tageskilometer
3:18:14 reine Fahrzeit
27,44 km/h Durchschnitt
61,66 km/h max.
74 UPM Durchschnitt
668 m Tageshöhe

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Standard

Ein Gedanke zu “Radeln im Herbst (2)

  1. Michael, 52 schreibt:

    Netter Bericht …ähnliche Erfahrungen mit Fußgängern, aber auch Radfahrern, habe ich leider auch schon gemacht. Klingeln wird meist akzeptiert, eine Bitte um Platz führt oft zu mürrischen Antworten -verrückt. Ich klingele deshalb meist…

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