Ehrgeiz, Fotografie, Lust, Radwege, Rennrad, Tour < 100 km, Training

Bann gebrochen nach 118 Tagen …

Unfassbar! Während ich letztes Jahr das Rennrad manchmal – gefühlt – nur noch zum Schlafen in die Ecke stellte, stand es da jetzt tatsächlich 118 Tage lang. Nicht, dass ich nicht täglich sowieso Radfahren würde als Alltagsradler, aber die RR-Touren sind doch eine andere Nummer als die paar Kilometer zwischen Wohnung, Schule (Emil), Büro und Umweltstation (Treffen der AG Radverkehr).

In den vergangenen Monaten bin ich – ohne Witz – im Geiste etliche der Strecken vom letzten Jahr abgefahren: Viele Abschnitte sind mir sehr plastisch in Erinnerung geblieben, das hat richtig Spaß gemacht, diese vor dem geistigen Auge nochmal vorbeiziehen zu lassen. Entsprechend war die  Vorfreude groß, weil für Samstag gutes Wetter gemeldet war und ich eigentlich den ganzen Tag zur Verfügung gehabt hätte. Wegen dem kurzen Besuch der Schwiegereltern bei uns habe ich dann aber den Vormittag zuhause verbracht und zwei Bleche Pizza hergerichtet. Mit dieser Stärkung im Bauch bin ich dann kurz nach 14 Uhr los – Main- und Werntal standen auf dem Programm, letzteres diesmal in entgegengesetzter Richtung. Gemütliches Einkurbeln zum verspäteten Saisonstart … mit neuem Lenkerband und neuen Reifen, alles noch am Freitag Abend montiert in Vorfreude auf die Runde. Ein paar Bilder:

Würzburg verlasse ich in nordwestlicher Richtung – zuerst sind noch eher Alltagsradler zu sehen wie hier bei Zell …

Würzburg verlasse ich in nordwestlicher Richtung – zuerst sind noch eher Alltagsradler zu sehen wie hier bei Zell …

… aber dann tauchen auch schon die Sportler auf (bei Erlabrunn).

… aber dann tauchen auch schon die Sportler auf (bei Erlabrunn).

Spuren der herbstlichen Ernte sind immer noch auf dem Radweg, der auch von Landwirten und ihren Maschinen genutzt wird.

Spuren der herbstlichen Arbeiten sind immer noch auf dem Radweg, der auch von Landwirten und ihren Maschinen genutzt wird.

Fitness-Rad(ler) – finde ich mittlerweile irgendwie fraglich, weder Fisch noch Fleisch.

Fitness-Rad(ler) – finde ich mittlerweile irgendwie fraglich, weder Fisch noch Fleisch.

Einer Mountainbikerin folge ich auf dem Mainradweg bis Wernfeld, dort biegt sie ab, bevor ich sie überholen kann. Warum fahren Leute mit Mountainbikes auf den Teerstraßen? Das wäre mir zu mühsam, genau auf dieser Strecke bin ihc auch schon mit dem MTB langgefahren, 2012, und beschloss, mir ein Rennrad zuzulegen.

Einer Mountainbikerin folge ich auf dem Mainradweg bis Wernfeld, dort biegt sie ab, bevor ich sie überholen kann. Warum fahren Leute mit Mountainbikes auf den Teerstraßen? Das wäre mir zu mühsam, genau auf dieser Strecke bin ich auch schon mit dem MTB langgefahren, 2012, und beschloss, mir ein Rennrad zuzulegen.

Werntalradweg entlang der Wern von Wernfeld (Mündung in den Main) Richtung Schweinfurt.

Werntalradweg entlang der Wern von Wernfeld (Mündung in den Main) Richtung Schweinfurt.

Bei Gössenheim.

Bei Gössenheim.

Der Radweg im Werntal weicht manchmal deutlich vom eher kleinen Flüsschen ab, da gibt es dann ein paar Höhenmeter (von denen allerdings bis Arnstein nicht wirklich viel zu spüren ist).

Der Radweg im Werntal weicht manchmal deutlich vom eher kleinen Flüsschen ab, da gibt es dann ein paar Höhenmeter (von denen allerdings bis Arnstein nicht wirklich viel zu spüren ist).

Sieht wüster aus, als es ist: Auch gelegentlicher Split lässt sich mit dem Renner gut fahren (und die neuen Schwalbe Durano-Reifen vermitteln mir das Gefühl, dass ich nicht bei jedem Steinchen gleich einen Platten bekomme).

Sieht wüster aus, als es ist: Auch gelegentlicher Split lässt sich mit dem Renner gut fahren (und die neuen Schwalbe Durano-Reifen vermitteln mir das Gefühl, dass ich nicht bei jedem Steinchen gleich einen Platten bekomme).

Auch alte Landstraßen gehören dazu.

Auch alte Landstraßen gehören dazu.

Bei Stetten kurzer Wechsel auf die reguläre Straße, dann aber wieder: …

Bei Stetten kurzer Wechsel auf die reguläre Straße, dann aber wieder: …

… Radweg. Entspannt kurbeln.

… Radweg. Entspannt kurbeln.

Das Wetter: super.

Das Wetter: super.

Die Landschaft: super.

Die Landschaft: super.

Die Stimmung: super!

Die Stimmung: super!

Kurz vor Arnstein überlege ich noch, ein Kaffeepäuschen einzulegen, aber die Uhr zeigt bereits 17 Uhr an, also …

Kurz vor Arnstein überlege ich noch, ein Kaffeepäuschen einzulegen, aber die Uhr zeigt bereits 17 Uhr an, also …

… rechts an Arnstein vorbei und ab ins Tal hinaus …

… rechts an Arnstein vorbei und ab ins Tal hinaus …

… Richtung Gramschatz.

… Richtung Gramschatz.

Vor Gramschatz dann ein jäher Stimmungseinbruch: ein A-Klasse-Rentner (vorne) überholt mich – riesenarschlochmäßig – sehr knapp, trotz freier Sicht und ohne Gegenverkehr. Einfach so mal eng vorbei. Und so ein Riesenarschloch reicht dann auch, um mir den Tag zumindest für eine Weile zu versauen – hätte ich ihn zu Rede stellen können, wäre ich vermutlich grob geworden, nicht nur verbal. Wenn es um mein Leben geht, liegt meine Toleranzschwelle exakt bei Nullkommanull, …

Vor Gramschatz dann ein jäher Stimmungseinbruch: ein A-Klasse-Rentner (vorne) überholt mich – riesenarschlochmäßig – sehr knapp, trotz freier Sicht und ohne Gegenverkehr. Einfach so mal eng vorbei. Und so ein Riesenarschloch reicht dann auch, um mir den Tag zumindest für eine Weile zu versauen – hätte ich ihn zu Rede stellen können, wäre ich vermutlich grob geworden, nicht nur verbal. Wenn es um mein Leben geht, liegt meine Toleranzschwelle exakt bei Nullkommanull, …

… denn bei aller Liebe: Ich möchte gerne ein wenig Spielraum nach links und rechts haben, um solchen Löchern in der Straße ausweichen zu können, ohne gleich am Beifahrerspiegel zu hängen. Kapiert das endlich mal, ihr dumpfen Autodeppen in Euren blöden Dreckschleudern.

… denn bei aller Liebe: Ich möchte gerne ein wenig Spielraum nach links und rechts haben, um solchen Löchern in der Straße ausweichen zu können, ohne gleich am Beifahrerspiegel zu hängen. Kapiert das endlich mal, ihr dumpfen Autodeppen in Euren blöden Dreckschleudern.

Na gut, runterkommen: Zu Gramschatz hinaus, wieder in den Ochsengrund Richtung Güntersleben und der untergehenden Sonne entgegen. Auch der Drift-Akku stellt nach über 3 Stunden seinen Betrieb ein, ich wechsle nicht mehr, sondern fahre heim.

Na gut, runterkommen: Zu Gramschatz hinaus, wieder in den Ochsengrund Richtung Güntersleben und der untergehenden Sonne entgegen. Auch der Drift-Akku stellt nach über 3 Stunden seinen Betrieb ein, ich wechsle nicht mehr, sondern fahre heim.

 

Statistik:

99,16 Tageskilometer
4:03:38 reine Fahrzeit
24,42 km/h Durchschnitt
48,48 km/h max.
77 UPM Durchschnitt
579 m Tageshöhe
5,8 Hm/km

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4 Gedanken zu “Bann gebrochen nach 118 Tagen …

  1. Da kann ich leider nicht mithalten. Aber trotzdem fahre ich selbst sehr gerne Fahrrad. Im Jahr zwischen 800 und 1200 Kilometer. Die Zeit muss ich mir nehmen, weil es mir Spaß macht. Mein eigentlicher Trainingsplan ist auf das Leichtathletik ausgerichtet.
    Schau doch einfach auch mal bei mir rein, würde mich freuen!
    http://www.seniorenleichtathletik.com
    Gruß
    Robert B.

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    • Hallo Robert,

      Danke für Dein Interesse an meinen Radaktivitäten. Und Hut ab vor so viel sportlichem Ehrgeiz – damit habe ich es ja nicht so sehr, bei mir steht, trotz aller sportlichen Aspekte, der »Gebrauchswert« im Vordergrund: Beim Radfahren stimmt einfach das Verhältnis von aufgewendeter Kraft, zurückgelegter Distanz und benötigter Zeit.
      Auch im Kegeln, das gebe ich unumwunden zu, war ich noch nie sonderlich gut … aber ich freue mich mit allen, die aktiv sind, um sich etwas gutes zu tun. Vor allem, wenn als Messlatte nicht mehr die unerreichbaren »Stars« dienen, sondern das eigene Wohlbefinden – und wünsche Dir also, dass Du in der Form bist, in der Du gerne sein möchtest (Deine Beiträge sind ja sehr retrospektiv angelegt, die beschriebenen Aktivitäten liegen teils mehrere Jahre zurück).
      Den Main-Kinzig-Kreis streife ich ab und an, wenn ich über das Sinntal zum Kreuzberg fahre.

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  2. Hallo Jochen, danke für deinen Kommentar. Da ich erst vor ca. drei Jahren wieder angefangen habe, wollte ich ein bisschen Kronologie in meine Beiträge bringen. Aber manchmal muss man auch ein bisschen springen :-).
    Äußerst interessant finde ich, dass du über das Sinntal zum Kreuzberg fährst. Gebürtig komme ich aus Schlüchtern, kenne das Sinntal sehr gut da meine Mutter dort geboren wurde und auf dem Kreuzberg war ich in meiner Jugend sehr oft.
    Wo bist du denn zuhause? Und wie weit ist es von da bis zum Kreuzberg? Sicher doch eine ordentliche Strecke!
    VG Robert

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    • Hallo Robert,

      ich fahre von Würzburg aus zum Kreuzberg, mehrmals in der Saison. Die Route über das Sinntal ist natürlich ca. 20 km länger als die kürzeren, direkteren Varianten, aber ich fahre wirklich gerne das komplette Tal hoch, also von Gemünden bis Wildflecken. Hat den Vorteil, dass bis Zeitlofs kaum Höhenmeter anfallen – aber auch den Nachteil, dass ab Bad Brückenau (95 km) fast nur noch Anstiege kommen, ca. 20 km lang …
      Die genaue Route findest Du hier, ein paar Fotos von diversen Fahrten durchs Sinntal hier, hier oder hier.

      Das habe ich schon gesehen beim Überfliegen Deines Blogs, dass Du die Ecke kennen müsstest, deswegen der kleine Verweis aufs Sinntal 😉

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