Alltag, Ehrgeiz, Lust, Mensch-Maschine, Würzburg

Stadtradeln 2015

Alle Jahre wieder … bietet das Stadtradeln die Gelegenheit, mit dem eigenen Mobilitätsverhalten (auf zwei Rädern, muskelbetrieben) der eigenen Kommune etwas Glanz zu verleihen. Wie im letzten Jahr haben mein jüngster Sohn Emil und ich uns wieder angemeldet, dieses Jahr standesgemäß als Team »Mein Fahrrad und ich«.

Heute nun, etwa zur Halbzeit, haben wir unseren Radelkalender auf den aktuellen Stand gebracht – und siehe da: von 96 Würzburger Teams sind wir bei den fahrradaktivsten Teams (d.h. die meisten Kilometer je Fahrer) schon wieder auf Platz 20 gelandet, noch vor ADFC (und dem Team des Arbeitgebers meiner Frau):

20150520

 

Ich weiß, es gibt viele, die von solchen Aktionen gar nichts halten – bis vor kurzem hielt ich mich auch eher bedeckt, wenn es um solche Symbolpolitik ging. Mittlerweile glaube ich aber, dass noch die laueste Veranstaltung, die ein paar Immobile dazu animiert, mit dem Pedelec bergab zu fahren (ja, das war jetzt böse, ich weiß …), tausendmal besser ist als der ganze MIV-Quatsch. Und die durchschnittlich 13 km je Tag und Fahrer sind für Emil eine tolle Motivation – auch wenn hier schon wieder meine kleinen Fernfahrten* der letzten Zeit mit dabei sind.

*Meinen geschätzten Leserinnen und Lesern ist vermutlich nicht entgangen, dass die Intervalle derzeit recht gr0ß sind zwischen meinen Beiträgen – und die sensationellen Touren fehlen, die kleinen Kurbelrunden ebenso, und auch das Klagen über die Autodeppen hält sich in Grenzen. Das hat Gründe, und zwar mehrere:

Erstens: Diese Saison habe ich recht spät und eher verhalten angefangen, wetter- und lustbedingt. Zweitens: Als Freiberufler hatte ich in den ersten Monaten ein paar dickere Jobs und recht ordentlich zu tun, teilweise auch an den Wochenenden – schön fürs Gemüt und fürs Bankkonto, aber eben nicht so doll für das Rennrad-Tagebuch … und das ganze Blog. Drittens: Vor fünf Wochen ist meine Schwiegermutter (genau: in Stöppach bei Coburg) ziemlich überraschend verstorben – seither sind die Stöppach-Besuche (bei meinem Schwiegervater) zwar recht häufig, eigentlich jedes Wochenende, aber eben oft mit dem Auto. Die Zeit, die ich gerne auf dem Rennrad verbringe, durch die Haßberge radelnd, nehme ich mir nicht mehr so oft, dafür mehr Zeit für die Präsenz vor Ort. An Pfingsten geht es wieder hoch, am Dienstag wird der analoge (!) Telefonanschluss dort dann internetfähig gemacht, um eben auch beim Schwiegervater mal ein wenig arbeiten/surfen/bloggen zu können – bisher war das absolute Diaspora, noch nicht mal ein stabiles Handynetz gibt es dort (abrupte Wechsel von »3G« auf »Kein Netz«, je nach Tageszeit, Standort und Windrichtung sind nicht jedermanns Sache).

 

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