Ehrgeiz, Fotografie, Lust, Radwege, Rennrad, Tour 100–200 km

Tour: Von Würzburg nach Oberaltertheim

Gestern am Samstag war Grillen angesagt, bei Freunden in Oberaltertheim – meinen ehemaligen Vermietern dazu, denn in dem Dorf 20 km westlich von Würzburg wohnte ich bei den beiden von 1994–96. Klar, ich war schon öfters dort, auch mit dem Renner, und ist man erst mal von Altertheim den Berg hoch zur B27 geklettert, kann man die 20 km mit einem sagenhaften Schnitt eben oder bei leichtem Gefälle gut wegfahren. Auch von Würzburg dorthin ist die Strecke keine große Geschichte – also musste ich eine daraus machen, schließlich hatte ich ein paar Stunden zur Verfügung …

… und so fuhr ich mit viel Schwung die fünffache Distanz, am Main bis Ochsenfurt, dann via Gaubahnradweg nach Bieberehren, dort im Taubertal hoch bis Werbach und dann dem Welzbach folgend im Tal hoch nach Altertheim. Dazu wieder ein paar Schnappschüsse:

Start um 11 Uhr, diesmal ohne Lenkertasche, dafür mit der dicken Satteltasche inkl. Turnschuhen, Jeans, T-Shirt, Unterhose, Socken, Jacke, Regenjacke, Karte, Werkzeug und dem üblichen Kleinkram. Ja, das Rad ist nicht geputzt, aber derzeit ist das auch nicht wirklich sinnvoll – es (blüten)staubt sowieso überall bzw. es fliegt der Dreck auf den teilweise noch nassen Radwegen vom Regen zuvor …

Start um 11 Uhr, diesmal ohne Lenkertasche, dafür mit der dicken Satteltasche inkl. Turnschuhen, Jeans, T-Shirt, Unterhose, Socken, Jacke, Regenjacke, Karte, Werkzeug und dem üblichen Kleinkram. Ja, das Rad ist nicht geputzt, aber derzeit ist das auch nicht wirklich sinnvoll – es (blüten)staubt sowieso überall bzw. es fliegt der Dreck auf den teilweise noch nassen Radwegen vom Regen zuvor …

Das erste Foto mache ich auf dem Gaubahnradweg, den ich trotz leichter Steigung mit hoher Geschwindigkeit nehme – schon bis Ochsenfurt war am Mainradweg permanent die »3« am Tacho vorne, mein Schnitt bis Bieberehren (ca. 40 km) liegt bei 29,7. Das mach Spass!

Das erste Foto mache ich auf dem Gaubahnradweg, den ich trotz leichter Steigung mit hoher Geschwindigkeit nehme – schon bis Ochsenfurt war am Mainradweg permanent die »3« am Tacho vorne, mein Schnitt bis Bieberehren (ca. 40 km) liegt bei 29,7. Das macht mir richtig Spass heute!

In Bieberehren dann auch das erste Päuschen auf einer Brücke über die Tauber, bevor ich dem Taubertalradweg folge, …

In Bieberehren dann auch das erste Päuschen auf einer Brücke über die Tauber, bevor ich dem Taubertalradweg folge, …

… und hier die Quizfrage: In welche Richtung fließt die Tauber? … ;-)

… und hier die Quizfrage: In welche Richtung fließt die Tauber? … 😉

Der Taubertalradewg fährt sich hier richtig flott, weitgehend eben (abwärts zur Mündung im Gegensatz zur Richtung Rothenburg/Quelle, wo doch etliche hügelige Abschnitte dabei sind), die »3« bleibt weiterhin konstant die erste Zahl am Tacho. Mal wirkt das Tal eher kuschelig, …

Der Taubertalradewg fährt sich hier richtig flott, weitgehend eben (abwärts zur Mündung, im Gegensatz zur Richtung Rothenburg/Quelle, wo doch etliche hügelige Abschnitte dabei sind), die »3« bleibt weiterhin konstant die erste Zahl am Tacho. Mal wirkt das Tal eher kuschelig, …

… mal öffnet es sich zu einer weiten Ebene. Aber: immer flach. Eine Strecke zum Tempomachen, definitiv. Weikersheim, Bad Mergentheim, Königshofen und Lauda fliegen nur so vorbei – und der kleine Sommerregen, den ich eine Viertelstunde lang durchfahre, ist auch eher angenehm als störend. Vor Lauda hängt sich ein Rennradfahrer in meinen Windschatten, ich halte das Tempo bei knapp 35 km/h, er überholt nicht. Aber dann muss ich ihn doch ausbremsen per Geste und Zuruf, » ich fahre hier links!«, denn eine Gr0ßbäckerei am Weg verspricht Kohlenhydrate, und ich brauche jetzt mal was zum Reinbeissen. Also Stop, schneller Einkauf, …

… mal öffnet es sich zu einer weiten Ebene. Aber: immer flach. Eine Strecke zum Tempomachen, definitiv. Weikersheim, Bad Mergentheim, Königshofen und Lauda fliegen nur so vorbei – und der kleine Sommerregen, den ich eine Viertelstunde lang durchfahre, ist auch eher angenehm als störend. Vor Lauda hängt sich ein Rennradfahrer in meinen Windschatten, ich halte das Tempo bei knapp 35 km/h, er überholt nicht. Aber dann muss ich ihn doch ausbremsen per Geste und Zuruf, »Ich fahre hier links!«, denn eine Gr0ßbäckerei am Weg verspricht Kohlenhydrate, und ich brauche jetzt doch mal was zum Reinbeissen. Also Stop, schneller Einkauf, …

… und ein Stück weiter findet sich in einer Kurve eine Bank für ein kleines Päuschen mit Käsestange und Apfelschorle. 80 km gefahren, kurz vor Tauberbischofsheim, …

… und ein Stück weiter findet sich in einer Kurve eine Bank für ein kleines Päuschen mit Käsestange und Apfelschorle. 80 km gefahren, kurz vor Tauberbischofsheim, …

… Memo an mich: a) Beine waschen … b) … und mal wieder rasieren (das habe ich doch schon vor zwei Tagen festgestellt).

… Memo an mich:
a) Beine waschen …
b) … und mal wieder rasieren (das habe ich doch schon vor zwei Tagen festgestellt).

Nachdem ich im Taubertal eine ganz besondere Spezies von Bänken beobachtet habe – dem Radweg abgewandt, mit (nicht vorhandenem) Blick auf die (zugewuchterte) Tauber, hier mal ein Foto einer solchen Bank. Vielleicht gibt es ja Leute, die gerne in die Büsche schauen? …

Nachdem ich im Taubertal eine ganz besondere Spezies von Bänken beobachtet habe – dem Radweg abgewandt, mit (nicht vorhandenem) Blick auf die (zugewucherte) Tauber, hier mal ein Foto einer solchen Bank. Vielleicht gibt es ja Leute, die gerne in die Büsche schauen? …

… und dann solche Pretiosen entdecken wie diesen mehr als 400 Jahre alten Bildstock, dessen anatomische Details auch bei 30 km/h noch fast für eine Vollbremsung sorgten. Ach ja, bei der Einfahrt in Tauberbischofsheim hätte es mich dann auch fast gelegt, in einer 90°-Kurve, als ich über irgendein nasses Stück Holz mit dem Vorderrad drüber bin: das Rad bricht aus und versetzt zweimal, ich sehe mich schon am Boden bzw. die Haut vom Teer abkratzen, aber trotz zwei völlig unkontrollierbarer Ausreisser des Vorderrads kommt es wieder in die Spur, ich rolle weiter – und atme erstmal tief durch …

… und dann solche Pretiosen entdecken wie diesen mehr als 400 Jahre alten Bildstock, dessen anatomische Details auch bei 30 km/h noch fast für eine Vollbremsung sorgten.
Ach ja, bei der Einfahrt in Tauberbischofsheim hätte es mich dann auch fast gelegt, in einer 90°-Kurve, als ich über irgendein nasses Stück Holz mit dem Vorderrad drüber bin: das Rad bricht aus und versetzt zweimal, ich sehe mich schon am Boden bzw. die Haut vom Teer abkratzen, aber trotz zwei völlig unkontrollierbarer Ausreisser des Vorderrads kommt es wieder in die Spur, ich rolle weiter – und atme erstmal tief durch …

In Tauberbischofsheim sind die Radwegschilder nicht mehr so leicht zu erkennen, ich orientiere mich eher visuell an der Tauber und folge dieser auf der rechten Seite nach Impfingen. Dort würde der Radweg aber wieder auf die linke Seite geführt, ich beschließe, die 3 km bis Werbach auf der Straße abzuspulen, um dort dann ins Welzbach-Tal zu wechseln, für die letzten 11 km »hoch« nach Oberaltertheim.

In Tauberbischofsheim sind die Radwegschilder nicht mehr so leicht zu erkennen, ich orientiere mich eher visuell an der Tauber und folge dieser auf der rechten Seite nach Impfingen. Dort würde der Radweg aber wieder auf die linke Seite geführt, ich beschließe, die 3 km bis Werbach auf der Straße abzuspulen, um dort dann ins Welzbach-Tal zu wechseln, für die letzten 11 km »hoch« nach Oberaltertheim.

Eine kleine Sensation am Wegesrand ist wohl die Liebfrauenbrunnkapelle, die vor mir auftaucht – in rosa mit hellblauem Turm? Nein, Späßle, das ist die bemalte Umspannstation davor, …

Eine kleine Sensation am Wegesrand ist wohl die Liebfrauenbrunnkapelle, die vor mir auftaucht – in rosa mit hellblauem Turm? Nein, Späßle, das ist die bemalte Umspannstation davor, …

… dahinter taucht gleich die eigentliche Kapelle auf. Ich halte nicht, denn nun will ich die Tour möglichst schnell zu Ende bringen: es geht leicht bergauf, und der Wind bläst mir entgegen – ich sehe meinen Schnitt von immer noch fast 29 km/h bei über 90 gefahrenen Kilometern dahinschmelzen.

… dahinter taucht gleich die eigentliche Kapelle auf. Ich halte nicht, denn nun will ich die Tour möglichst schnell zu Ende bringen: es geht leicht bergauf, und der Wind bläst mir entgegen – ich sehe meinen Schnitt von immer noch fast 29 km/h bei über 90 gefahrenen Kilometern dahinschmelzen.

Trotzdem: Zeit für ein weitere Bildstockfoto ist immer, hier hinter Werbachhausen.

Trotzdem: Zeit für ein weitere Bildstockfoto ist immer, hier hinter Werbachhausen.

Der Radweg hier hoch ist übrigens mit »RS« (»Romantische Straße«) markiert. Für mich ok, das Silo finde ich weniger störend als die Riesen-Würth-Halle, die oberhalb von Tauberbischofsheim das Panorama auf der Höhe dominiert.

Der Radweg hier hoch ist übrigens mit »RS« (»Romantische Straße«) markiert. Für mich ok, das Silo finde ich weniger störend als die Riesen-Würth-Halle, die oberhalb von Tauberbischofsheim das Panorama auf der Höhe verschandelt dominiert.

Da habe ich 2 Jahre lang hier gewohnt – und war nie in diesem Tal unterwegs, immer nur mit dem Auto nach Würzburg rein … eine Schande ist das! Hier: kurz vor Oberaltertheim.

Da habe ich zwei Jahre lang hier gewohnt – und war nie in diesem Tal unterwegs, immer nur mit dem Auto nach Würzburg rein … eine Schande ist das! Hier: kurz vor Oberaltertheim.

Nach der Ankunft um 15.30 Uhr bitte ich Christine, ein Foto von meinem Trikot zu machen – ich mag den Slogan und ziehe das Trikot gerne an, wenn ich alleine unterwegs bin ;-)

Nach der Ankunft um 15.30 Uhr bitte ich Christine, ein Foto von meinem aktuellen Lieblings-Trikot zu machen – ich mag den Slogan und ziehe das Trikot immer an, wenn ich alleine unterwegs bin 😉

Am Abend dann Schlemmen in großer Runde, etliche Freunde und auch meine Frau sind ebenfalls gekommen – und nachdem ab ca. 20.30 Uhr ein satter Regenguss herniedergeht, der fast zwei Stunden dauert und erst nach 22 Uhr aufhört, beschließe ich, die letzten 20 km auf dem Rücksitz zurückzulegen – als wir um 0.30 Uhr aufbrechen, habe ich dann auch satte 6 Halbe intus, eine zuviel fürs Radfahren … :D

Am Abend dann Schlemmen in großer Runde, etliche Freunde und auch meine Frau sind ebenfalls gekommen – und nachdem ab ca. 20.30 Uhr ein satter Regenguss herniedergeht, der fast zwei Stunden dauert, beschließe ich, die letzten 20 km auf dem Auto-Rücksitz zurückzulegen – als wir um 0.30 Uhr aufbrechen, habe ich dann auch satte 6 Halbe intus, eine zuviel fürs Radfahren … 😀

Statistik:

106,63 Tageskilometer
3:51:43 reine Fahrzeit
27,60 km/h Durchschnitt
45,57 km/h max.
474 m Tageshöhe
303 m max. Höhe
4,4 Hm/km

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Ein Gedanke zu “Tour: Von Würzburg nach Oberaltertheim

  1. schön launig hast Du das beschrieben. Danke! Und mir macht es Appetit auf eine Tour im Süden der Republik. In Tübingen habe ich in den 90ern auch etwas Schwäbisch gelernt. Auch das fränkische Dango-D ist mir nicht unbekannt.
    Keep on riding
    Dietmar

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