Alltag, Frust, Lust, Mensch-Maschine

Dies und das (6)

Fahrradblogger gesucht – Am Haken – Candy B. Graveller – Zipperlein – Wenn schon, denn schon … – Schwarmintelligenz

Fahrradblogger gesucht

Gleich zwei Freunde haben mich vor einer Woche darauf hingewiesen, dass der Landkreis Main-Spessart einen Fahrradblogger sucht, der im Juli oder August die Landkreisgrenze umfährt und darüber berichtet. Mit 265 km Strecke und ca. 3.640 Höhenmetern klingt das doch nach einer anspruchsvollen Tagesbeschäftigung … 😉
Aber von wegen: Geplant sind 10 Tagesetappen um die 30 km, dazu soll man eine bestimmte Anzahl an POIs abradeln und diese in Text und Bild dokumentieren – klingt gemütlich, was das Radfahren angeht, aber arbeitsintensiv, was das Schauen, Schreiben, Fotografieren und schließlich Bloggen betrifft. Dafür macht der Landkreis aber gute 4.000 Euro locker – Bewerbung bis 9. Mai hier (habe mich natürlich beworben, aber ich will meinen Leserinnen und Lesern diese Gelegenheit nicht vorenthalten – und womöglich ist es gerade für jemanden von weiter weg interessant, eine ganz neue Gegend zu entdecken).

Am Haken

Ja, das Hook hat mich … macht einfach Spaß, mit dem Rad nach Lust und Laune zwischen Asphalt und Schotter zu wechseln. Und ich komme wieder an ganz anderen Sehenswürdigkeiten vorbei. Sehr schön, so sollte das auch sein …

Neue alte Wege – hier bin ich vor 6 Jahren schon mal lang, mit dem MTB …

Diverse Waldfahrten, immer wieder schön – die Hütte unten, nahe Lichtenfels, wäre sogar offen gewesen.

Definitiv mein Lieblingskurvenmotiv.

Candy B. Graveller

In drei Tagen geht es los, inzwischen reden wir von 650 km Distanz – den Track gab es vor einer knappen Woche erst, jetzt fummele ich noch ein wenig daran herum, um ihn möglichst unbeschadet auf einen geliehenen Garmin (Danke, Tilman!) und in komoot unterzubringen. Kaum Vorbereitung diesmal: Strecke wurde sehr spät bekannt gegeben, ich schwanke immer noch zwischen Schlafen im Hotel, in der Pampa oder gar nicht … mal sehen, was das wird. Ich bin eigentlich beruflich zu sehr eingespannt momentan, komme weder zum Bloggen noch großartig zum Radfahren, auch nicht zum Vorbereiten. Ich weiss, das kann gehörig schief gehen, aber ich gebe mir max. 4 Tage zum Radeln (Freitag Abend bis Montag Abend) und bin mitten in Deutschland unterwegs: Was kann da schon schief gehen? … alles, weiss ich selber.

Zipperlein

Ich werde wohl alt. Seit kurzem ziepft mein linkes Knie beim Kurbeln, mit Sitzhöhenvariationen kann ich den Schmerz wahlweise bis zum Knöchel runter- oder bis zum Oberschenkel hochziehen lassen. Die Ärztin heute konnte nichts feststellen, ich habe mir eine Bandage besorgt und nehme noch ein Kilo Schmerzsalbe mit – entweder das geht, oder das geht halt nicht. Mal sehen … a propos »sehen«: Ich hatte hier kritisiert, dass sich bestimmte Schriften (Baskerville etwa) nur schwer lesen lassen. Inzwischen muss ich vermutlich ein wenig zurückrudern – nachdem ich seit geraumer Zeit die Gute-Nacht-Lektüre nur noch unter Anstrengungen absolvieren konnte, habe ich doch mal eine Lesebrille von meiner Frau ausprobiert, und – Ihr ahnt es –: Volltreffer mit +1,5 Dioptren … boah, ey, jahrelang war ich stolz, im Freundeskreis einer der letzten (der einzige?) ohne Lesebrille zu sein, inzwischen denke ich, dass ich sie schon seit einigen Jahren hätte tragen können. Neben einem Modell »Klammeraffe« (hängt bei Nichtgebrauch mit den Bügeln am Hals und stört nicht) habe ich mir gleich noch ein faltbares Exemplar für die Reise gegönnt: Wenn schon kein Faltrad, dann wenigstens Faltbrille … 😉

Wenn schon, denn schon …

Am Samstag wieder auf einer Party im Freundeskreis. Gespräch geht so:

»Ja, ich würde auch lieber mit dem Rad zur Arbeit fahren, aber ich mag nicht verschwitzt ankommen.«
»Musst Du ja nicht, gibt doch Pedelecs, die sind super.«
»Ach nee, wenn schon Fahrrad fahren, dann richtig.« …

Das ist meine Generation: Wenn schon den Arsch nicht hochkriegen, dann wenigstens mit einer plausiblen Begründung – hätte, könnte, täte von früh bis spät. Ein Leben im Konjunktiv beruhigt das Gewissen ungemein: Was man doch alles tun könnte, wenn bzw. wenn nicht … Dazu passen übrigens hervorragend »subversive« Aufkleber am (verbrennungs-)motorisierten Fahrzeug, von der Friedenstaube oder Zappa auf dem Kloh über »Atomkraft? Nein Danke!« bis hin zum Spruch der Cree …

Schwarmintelligenz

oder: Schöne Scheisse, wortwörtlich!

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5 Gedanken zu “Dies und das (6)

  1. Ey cool, mit dem Fahrradblogger, da drück ich mal die Daumen! Tja, das mit der Brille ist so ne Sache. Ich kann mit meinen 51 Lenzen auch noch alles gut sehen, eigentlich. Denn wenn die Lichtverhältnisse nicht gut sind, wird es schwierig. Und manchmal kommt mir Typo arg klein vor. Wenn ich ausgeruht bin, hab ich damit keine Probleme, aber abends, wenn ich müde bin, wird es schwierig. Ich glaube das sind die ersten Anzeichen. Hatte neulich mal 0,5

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  2. Diese Antworten zum Thema Radfahren, typisch. Warum will man sich darüber irgendwie erst gar nicht unterhalten, also so als Radler ?

    Ja, und dieser SUV sieht ja irgendwie beschis**n aus. Also auch ohne den ganzen Naturdünger.

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