Ehrgeiz, Fotografie, Gravelbike, Lust, Mensch-Maschine

Mainfranken Graveller (3): Streckencheck #2 – Der Steigerwald

Der zweite Streckencheck war gleichzeitig wohl der letzte – ich werde vermutlich keine Zeit mehr haben, nochmal einen längeren Abschnitt unter die Räder zu nehmen, bevor der Mainfranken Graveller dann tatsächlich gefahren wird. Bevor ich dazu ein paar Bilder liefere, hier noch die wichtigsten Infos vorab:

Mainfranken Graveller 2017 (MfG17)

  • Start am Samstag, 30. September 2017, 12 Uhr
  • Treffpunkt: Mainfrankenmesse, Talavera, Würzburg, Eingang Nord, ab 10.30 Uhr
  • Extras: Der BR (Bayerischer Rundfunk), dessen Messehalle in unmittelbarer Nähe zum Treffpunkt ist, wird über den MfG17 berichten, zumindest über den Start, und voraussichtlich mich sowie möglichst noch 2 weitere Fahrerinnen oder Fahrer für ein kurzes Statement auf die Bühne bitten (11.30 Uhr) – wäre also schön, wenn ich da nicht alleine stehen muss.
  • Medien: Möglicherweise lauern uns unterwegs ab und an ein paar Fotografen auf (lokale Presse), aber das ist alles noch vage gehalten. Den MfG17 selbst fahren wir natürlich alle ungestört nach der je eigenen Lust und Laune (und dem entsprechenden Tempo), aber es spricht auch nichts dagegen, wenn zufällig unterwegs die eine oder andere nette Begegnung mit Presse oder interessierter Bevölkerung stattfindet.
  • SPOT Tracking erwünscht! Wo man den Mainfrankengraveller sicher verfolgen wird: am Messestand der Region Mainfranken! Wer einen SPOT-Tracker hat, kann seine Position den Messebesuchern zeigen, an einer detaillierten Wandkarte, auf der auch der GPX-Track visualisiert ist und auf der Messebesucherinnen und -besucher ihre Lieblingsorte markieren können. Wer keinen Tracker hat, kann z. B. bei Wespot einen kaufen oder (preiswert) mieten. Ich war beim CBG17 auch anfangs ablehnend wegen dem Tracking (»Schnickschnack« eben), nahm dann doch ein Leihgerät – und war begeistert, da ich selbst ja auch während der vier Tage sehen konnte, wo andere gerade steckten. Und ich bekam von Freundinnen und Freunden zwischendurch viel Zuspruch via SMS – fand ich alles sehr motivierend, während es für Dritte offenbar wirklich unterhaltend war. Eine Super-Sache also, aber kein Muss! Jedoch verbunden mit der herzlichen Aufforderung: Bitte, bitte, bitte … 😉
    (Ich bin bereits in Kontakt mit Trackleaders, die auch schon den CBG17 abgebildet hatten …)
  • Trail Magic: Natürlich wäre es schön, wenn unterwegs nicht nur ein paar Neugierige an der Strecke lauern, sondern auch die eine oder andere nette Überraschung wartet – aber für Überraschungen können wir nicht garantieren (auch wenn wir, zugegeben, ein klein wenig daran arbeiten 😉 ) …
  • … wer ist eigentlich »wir«? Den MfG17 in dieser Form wollte und konnte ich gar nicht alleine zusammenstellen – zusammen mit Åsa Petersson, Geschäftsführerin der Region Mainfranken GmbH, habe ich in den Wochen, seit der Name »Mainfranken Graveller« zum ersten Mal laut ausgesprochen wurde, an dieser Idee gefeilt und gearbeitet. Ich persönlich bin mehr als nur positiv überrascht, dass die Idee einer Selbstversorgerfahrt auch für regionales Marketing so ansprechend sein kann (Lobbymeter: Ich arbeite seit Jahren regelmäßig für die Region Mainfranken GmbH, mein Faible fürs Fahrradfahren ist dort bestens bekannt, ich habe in einem Magazin für die Region auch schon einen Bericht über das Radfahren in den Haßbergen publiziert). Wir waren Anfang August auch gemeinsam bei SRAM in Schweinfurt, um die Idee vorzustellen – mal sehen, was von dieser Seite noch kommt, Interesse, uns zu unterstützen, war jedenfalls vorhanden. Dennoch muss niemand fürchten, vor irgendeinen Karren gespannt zu werden – es wird wohl ähnlich ablaufen wie beim CBG17: Vor dem Start ein wenig Rummel, Gruppenfoto, ein paar Statements für die Medien, danach geht es los.
  • Alle weiteren Infos zum MfG17 werde ich künftig auf wiefuerdichgemacht.com/mainfrankenblog veröffentlichen.

Jetzt aber los, in den Steigerwald!

Typisch: Mein Zeitfenster und die Regenvorhersage fallen auf den gleichen Samstag (an dem ich eigentlich zum AWOL-Unmeeting in den Harz wollte) – erst Samstag Nachmittag losfahren und am Sonntag zurück? Nein, das wollte ich nicht, also doch noch am Freitag in den Zug bis Ebelsbach, dort um 18 Uhr dann Start auf den geplanten Streckenabschnitt durch den Steigerwald, inkl. Overnighter natürlich, denn neben dem Streckencheck liegt ein Augenmerk bei dem Scouting auch auf möglichen Plätzen für eine ordentliche Erholungspause …

Zwischen Ebelsbach und Eltmann muss nicht nur der Main, sondern auch die A70 gequert werden. Dann geht es ein Stück auf dem Mainradweg nach Westen, um vor der Autobahnbrücke nach Süden weg in den Steigerwald einzutauchen. Nach der Zugfahrt, die ein blöder Proll in den letzten 10 Minuten noch lautstark mit brunzdummen Sprüchen leicht unangenehm machte, waren die ersten Waldmeter schon schnell Erholung pur, auch wenn es vom Main aus natürlich erstmal aufwärts geht. Allerdings bestens zu fahren …

Kurzer Stopp hinter Oberschleichach, schon kurz vor 19 Uhr und nach etwa 10 gefahrenen Kilometern. Anvisiert hatte ich als Tagesziel die Murrleinsnesthütte, südöstlich von Michelau nach etwa 25 Streckenkilometern gelegen.

Umso überraschter war ich, als ich an dieser Schutzhütte vorbeikam, 3 Kilometer weiter: Sehr guter Zustand, wenn auch bei Tag etwas exponiert wirkend an dieser großen Weggabelung. Notiert.
(N 49,9389 / 10,5482 O)

Gravel Deluxe: Die Verbindungsstraße zwischen Fabrikschleichach und Hundelshausen wird erneuert, aktuell ist sie komplett fertig … geschottert. Bis zum MfG17 wird hier vermutlich schon wieder Teer drauf sein, möglicherweise schon wieder eröffnet.

Nächstes Fundstück bei KM 18 etwa: Der Ahornbrunnen …

… mit gefasster Quelle, das Wasser ist bestens! Merken!

Hinter Neuhausen steht diese private Hütte linkerhand in der Wiese, gut sichtbar. Verschlossen, aber mit überdachter winziger Veranda … naja, nicht wirklich erste Wahl, eigentlich nicht mal zweite. Da müsste es schon hageln … ich will ja weiter, zur Murrleinsnesthütte, die müsste ja eigentlich am nächsten Berg kommen, denke ich. Es dämmert schon gewaltig (dieses Foto ist am nächsten Morgen entstanden), und als ich im Wald hochfahre zum Abzweig, wird es schon sehr, sehr schummrig, es ist deutlich nach 20 Uhr …

… und ich nutze die Gelegenheit, mich die nächsten 90 Minuten zum Affen zu machen. Ich versuche das mal kurz darzustellen: Um 19.15 Uhr erreichte ich die mir unbekannte Schutzhütte (1), 10 Minuten später die geschotterte Straßenbaustelle (2), weitere 15 Minuten später den Ahornbrunnen (3). Hinter Neuhausen erwarte ich am Vollberg die Murrleinsnesthütte (ich hatte, um die Hütte zu erreichen, den Track leicht umgeplant, das sah dann als Linie so ähnlich aus wie das, was der Garmin mir hier anzeigte – dachte ich zumindest). Was nun folgt (5), müsste ich eigentlich verschweigen: Ich schiebe das Rad tatsächlich auf einem kaum wahrnehmbaren Wanderweg in der Dunkelheit auf den Vollberg hoch, im Schein von Radlampe und Helmlicht Ausschau haltend nach der Murrleinsnesthütte. Schiebe wieder runter. Stehe an einer Kreuzung mehrer Wanderwege, lehne das Rad an einen Baum, laufe, mit der Helmlampe als einziger Lichtquelle, 50 Meter in diese Richtung, 50 in jene: nichts, keine Hütte, kein Hinweis. Ich gebe gegen 21 Uhr auf und fahre ein Stück zurück, an den Waldrand, wo oberhalb der Hütte in der Wiese (4) eine neue Bank stand. Rauche eine Zigarette, suche im Iphone nach der Murrleinsnesthütte, finde sie nicht. Verdammt, das gibt es doch nicht?! Mein Entschluss steht: Zurück zu der ersten Schutzhütte (1) und dort übernachten – zwar hätte ich auch das Tarp dabei, aber ich bin doch eher der Hüttentyp beim Draussenschlafen.
Also wieder 12 km zurück und am nächsten Tag wieder die gleiche Strecke bis hierher, also 25 km verblödelt – einzige Erkenntnis: Der Vollberg ist nicht befahrbar und fliegt raus aus dem Track, auch wenn der nächtliche Spaziergang auf der Kuppe im jungen Buchenwald eine ganz eigene Magie hatte.
Zu den Punkten 6 (Schutzhütte/Aussichtspunkt im Weinberg oberhalb von Michelau) und 7 (Murrleinsnesthütte) komme ich später – hier nur der Hinweis, dass die Punkte 5 und 6 durch einen Wanderweg verbunden sind und etwa 600 Meter auseinanderliegen … 😦

Also Overnighter in der zuerst gesehenen Schutzhütte. Ich komme gegen 21.45 Uhr hier an, richte mich im Schein der Helmlampe ein – und fühle ich mach wie vor etwas exponiert hier an dieser großen Weggabelung. Unnötigerweise: Es kommt niemand mehr vorbei, kein Förster, kein Jäger, kein Spätheimkehrer zu Fuß oder mit dem Rad – niemand. Und so sitze ich schließlich, nachdem ich eine Kleinigkeit (kalt) gegessen habe, mit meinen zwei mitgebrachten Bieren, dem kleinen Flachmann mit Gin und ein paar Zigaretten an der Schwelle der Hütte und schaue in die Nacht, über die Tische hinweg auf die Wege vor mir. Es ist relativ hell, die Wege sind gut erkennbar – und es ist absolut ruhig hier. Hinter mir funzelt ein kleines, mitgebrachtes Teelichtchen in der Hütte, vor mir ist Stille und Schweigen. Einfach fantastisch – nach dem frustrierenden Heckmeck am Vollberg komme ich hier wieder total zur Ruhe und lege mich schließlich kurz vor Mitternacht entspannt in meinen Schlafsack.
Am nächsten Morgen gibt es ein kleines Früchstück mit Brot, Käse, Riegeln und frischem Kaffee aus bestem Ahornbrunnen-Wasser. Anschließend packe ich, nehme die wenigen Fremdabfälle (Bierdeckel, Kippen, Kondompackung) zu meinem Müll dazu, dann geht es weiter, also wieder zurück, ich meine: vorwärts, oder … ach, passt schon so. Vergeben und vergessen, die Nacht und der Morgen waren wunderbar!

In Michelau ein kleiner Abbiegefehler, der mir noch einmal die Dummheit des Vorabends vor Augen führt: Beim Umdrehen sehe ich, über dem Ort deutlich erkennbar, den Aussichtspunkt mit Kreuz und … Hütte. Etwa 600 Meter entfernt von dem Punkt, an dem ich am Vorabend beschlossen hatte, wieder 12 km zurück zu fahren. »Vorwärts immer, rückwärts nimmer« – vielleicht sollte ich mir über dieses Motto bei Gelegenheit nochmal mehr Gedanken machen!

Ausblick oberhalb von Michelau, bevor es in den Wald geht, …

… hoch zum Abzweig Murrleinsnest, …

… bestens beschildert und an einem alten Bildstock gelegen.

Diese Bildstöcke faszinieren mich nicht nur unter historischen Aspekten, sondern auch unter (typo-)grafischen. Der hier ist besonders schön, …

… aus dem Jahr 1788. Aber Moment mal: Schaut Euch mal die linke Hälfte unten im Detail an, was da steht: »MFG17« – ein Zeichen! Nun weiss ich, hier bin ich richtig, alles wird gut … 😉

Die Murrleinsnesthütte ist eine solide, sehr saubere, geräumige Schutzhütte mit viel Platz, einer verschließbaren Luke hinten, breiten Bänken und Tischen im Innern: ein Traum. Naja, da wird mir schon nochmal kurz wehmütig zumute: Eigentlich hätte das ja mein Hotel für die letzte Nacht sein sollen …
(49,8896 N / 10,4187 O)

Die Hütte liegt an einem Wanderweg, der als Trail weiterverläuft, überwiegend sehr (!) gut fahrbar, also weiter hier. Allerdings setzt nun, kurz vor 10 Uhr am Vormittag, leichter Regen ein. Es geht also los …

… der Regen nimmt stetig zu, aber mittlerweile bin ich wieder auf Schotter unterwegs. Ein älteres Häuschen am Wegrand, verschlossen, …
(49,8801 N / 10,4212 O)

… dahinter die Ausrüstung für die Nacht: Sieht – mittlerweile – ziemlich aufwändig und kompliziert aus, oder? … 😉
Vor der Hütte eine Feuerstelle mit Bänken, schon vor einiger Zeit ausser Betrieb genommen und der langsamen Verwesung anheimgegeben …

Nächstes Highlight der Tour: Die Ruine Stollberg – der Track wird hier auf Schotter um die Ruine herumgeführt, aber der Besuch lohnt!

Schon vom Schild aus zu sehen, nur wenige Meter oben: Der markante Turmrest, …

… dazu ein paar Mauerreste und sogar ein fertiger, laubgepolsterter Unterschlupf zur Erholung – vorausgesetzt, es regnet nicht, denn dann läuft das Wasser genau da rein … 😦

Gleich daneben: Ein herrlicher Ausblick, im Hintergrund links das Tagesziel – der Schwanberg. Es regnet stärker, ich ziehe die Regenjacke über und fahre weiter, hinunter nach Handthal durch die Weinberge, dann wieder hinauf …

… in die Weinberge oberhalb von Oberschwarzach, zur 14-Nothelfer-Kapelle, deren riesiges Dach nun Schutz vor dem mittlerweile recht starken Regen bietet. Merde!
Zigarettenpause (verdient), Regenradar-Check (mies), prüfen der Optionen (kürzeste Strecke nach Würzburg), …
(49,8585 N / 10,4213 O)

… doch während ich das trübe, aber superbe Panorama von hier oben aus festhalte, höre ich ein leises »Mimimi…« … war ich das eben? Mal ehrlich: ich wusste genau, dass es heute regnen würde – und eigentlich regnet es ja gar nicht sooo arg. Also: Weiter!

Gemischtes Doppel in Breitbach: links ziemlich alt, rechts ziemlich blau – ungewöhnlich.

Und hier fällt mir zum ersten Mal ein: Der MfG17 wird ja im Herbst gefahren … ist es denn schon so weit? Hier schon.

Eine kleine Trail- und vermutlich auch Schiebepassage (links), muss aber bleiben wegen der Gesamtroute. Dagegen fand ich den Hinweis rechts zwar ganz nett, aber diese Schilder könnten noch an vielen, vielen anderen Stellen angebracht werden, z. B. an den Ortsschildern von Würzburg. Ich schweife ab …

Zufallsfund im Wald – eine Futterstelle, nur noch uralte Heureste darin, ansonsten sieht sie sehr solide aus und böte ein gutes Nachtlager mit geschlossenem Dach und einem Rundholzboden. Tiere scheinen hier auch schon länger nicht mehr herzukommen, allerdings ist das kleine Häuschen vom Wegrand aus kaum zu sehen und völlig mit Dornen versperrt …
(49,7494 N / 10,3917 O)

Langsam bekomme ich Hunger – ehrlich gesagt: Seit einer ganzen Weile halte ich schon Ausschau nach einem schönen, überdachten Platz, wo ich mir einen Linsentopf zubereiten kann. Genau: Einen, wie Knorr sich dachte, dass er sein soll – leicht im Gepäck, schmackhaft im Verzehr (es gibt wirklich schlimmeres), sättigend … und heiss. Yeah! Aber diesmal muss es doch, gegen alle Vorsätze, ein Hochsitz sein – an einem Stück Brennessel-Matsch-Track, das rausfliegt. Witzig: Wo ich sitze, ist bei komoot nichts mehr zu sehen, dafür konnte ich die Linie auf der komoot-Karte nirgends in der Realität finden.

Zielgerade am Schwanberg, nach einem Stück Singletrail, dessen gröberen Teil ich aus dem Track nehmen werde um den Preis eines kleinen Schiebestückchens wegaufwärts, vom Trail auf Schotter. Ich folge seit geraumer Zeit mehreren Wanderwegen auf der gleichen Strecke – Keltenweg, Steigerwald-Panoramaweg – auch sie führen, wie mein Track, mitten durch den Friedwald auf dem Schwanberg. Umfahren? Wanderer gehen hier auch durch, möglicherweise etwas leiser und bedächtiger als sonst, aber bei Tag ist die Menge an Trauernden/Angehörigen schon enorm, und ist die nagelneue Schutzhütte (49,7276 N / 10,2873 O) inmitten all der Toten wirklich attraktiv? Vielleicht setze ich den Track daneben, auf einen der anderen Waldwege. Der Weg bis hierher muss jedenfalls sein, denn …

… am anderen Ende lockt eine tolle Aussicht, nicht nur wie hier nach Südwesten über Iphofen hinweg, sondern auch nach Nordwesten. Ach ja: Ein kleiner Blick auf das Rad im Detail – Singletrails und Waldwege hinterlassen bei Regen oder Feuchtigkeit natürlich ganz anders Spuren am Rad als die feine Staubschicht nach der sommerlich-trockenen Schotterpiste …

Letzter Fund: Schutzhütte am Südhang des Schwanbergs, am Parkplatz oben in den Weinbergen. Nachts vermutlich ruhig.
(49,7169 N / 10,2733 O)

Oh Mann: Das Schreiben dauerte mal wieder fast so lange wie das Fahren selbst … und von dem selbst gestellten Anspruch, den MfG17 als 100%-Track herauszugeben, muss ich mich verabschieden. Etwa 80% der Gesamtstrecke bin ich nun schon gefahren, es verbleiben immer noch 20% terra incognita, voller Überraschungen, lediglich digital geplant. Und selbst die Abschnitte, die ich im Spessart oder im Steigerwald als ungeeignet empfunden habe, kann ich nur streichen und digital ersetzen – ohne Gewähr, dass dadurch irgendetwas besser würde. Und sogar das, was ich bisher als gut fahrbar eingestuft habe, kann die Hölle sein, wenn es erstmal ein paar Tage vorher ordentlich geregnet hat, Abschnitte neu aufgeschottert wurden, Harvester ihre Kreise gezogen haben, etc. etc.

Aber gut: So werde ich wenigstens auch wieder selbst überrascht werden … ganz sicher sogar! Es lebe die Imperfektion!

Der gefahrene Track bei komoot (samt Schnitzern) …

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7 Gedanken zu “Mainfranken Graveller (3): Streckencheck #2 – Der Steigerwald

  1. Klaus Meyer schreibt:

    Danke! Das wird ja richtig spannend! Da kann man nur hoffen, dass wir einen goldenen Oktober bekommen. Bei Regen und Kälte im Matsch zu wühlen ist nicht sooo spaßig. Den CBG17 habe ich deshalb leider kurz vor dem Hainich abbrechen müssen. 😦
    Freue mich schon auf den 30. Sept.
    Grüße, Klaus

    Gefällt 1 Person

  2. Gelegenheitsradler schreibt:

    »Vilzuvil Fodos, da kummst Du klar ned rum«! Spaß beiseite, das Tracken ist schon ein gewaltiges Unterfangen und wie Du schreibst, ist doch die Imperfektion das Salz in der Suppe. Interessanter Abschnitt, hattest Du den Zabelstein auch in Betracht gezogen?

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    • Eigentlich ja, er liegt ja gar nicht so weit vom Track entfernt – aber irgendwann kam der Punkt, an dem ich merkte, wie mir die KM langsam aber sicher aus dem Ruder laufen: Aktuell sind es schon 620+, das wird irgendwann zuviel, der Zabelstein ist derzeit nicht dabei. Ich kriege es nicht hin, alle lohnenswerten Zwischenziele zu einem halbwegs durchgängigen Track zusammenzubauen, und leider ist das Stück vom Mainradweg bei Eltmann bis Michelau nahezu perfekt: Schutzhütte, Ahornbrunnen, durchgängig gut fahrbarer Schotter – aber leider einen Katzensprung östlich am Zabelstein vorbei … 😦
      Muss er rein? Unbedingt? Überzeuge mich … 😉

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