Alltag

Jahresrückblick – 2018 in Zahlen

»Ich will doch nur Rad fahren« – damit titelte die fünfte Ausgabe des lifeCYCLE-Magazins von Martin Donat und Stephan Peters, Harald Legner aus Hamburg zitierend, der im Magazin ausgiebig interviewt wird. Das Magazin ist übrigens sehr gut gemacht, vor allem mit viel Haltung dahinter (keine Unmengen an Heften quer durch alle Bahnhofsbuchhandlungen verteilt, stattdessen Bezug nur direkt über die Website oder im Abo, gedruckt wird in entsprechend kleinerer Auflage bei der lokalen Druckerei nebenan auf Recyclingpapier … mein Abo läuft seit der ersten Ausgabe, ich kann das nur weiterempfehlen!).

Ein bisschen ähnlich geht es mir also wie Harald (mit dem ich auch schon ab und an plaudern durfte, samt ein paar gemeinsamen Starts wie beim ersten Candy bzw. beim MfG17) – ich will eigentlich auch nur Rad fahren (aber nicht mehr in der Stadt), und hin und wieder darüber berichten. Letzteres geht, das gebe ich zu, via Facebook immer sehr schnell und unkompliziert, im Blog erscheint es mir dagegen sehr aufwändig (denn vom Smartphone aus unterwegs bloggen hat so gar keine Reize, leider). Und in der Freizeit zieht es mich nicht mehr wirklich an die Computertastatur, nachdem ich beruflich den ganzen Tag damit zu tun habe. Wie viele von Euch Leser*innen vermutlich auch.

Nach einer längeren Blogpause blicke ich zuerst auf das vergangene Jahr 2018 zurück, in Zahlen:

7.000+

Für mich selbst überraschend: 2018 war das Jahr mit den meisten Radkilometern bisher – Touren und längere Ausfahrten, alltägliche Kurzstrecken sind nicht eingerechnet (gibt es quasi nicht mehr). Im Km-Tagebuch standen am 31.12.2018 für mich sensationelle 7.012,5 gefahrene Kilometer, darin enthalten 79.025 Höhenmeter (im Schnitt also 11,3 Höhenmeter/Kilometer). Nach dem bisher intensivsten Jahr 2014 (6.714,65 Km inkl. 56.771 Höhenmeter, 8,4 Höhenmeter/Kilometer), dem ersten Jahr meiner Zählung hier im Blog, also nochmal eine Schippe drauf, v.a. bei den Höhenmetern, da kamen 2018 bei nur 300 Km mehr nochmals 22.000 Höhenmeter obendrauf.

So verwundert es auch nicht, dass der fast vollständige Wechsel von Touren mit kaum oder nur leicht bepacktem Alu-Renner (Focus Variado mit schmalen Reifen auf überwiegend asphaltierten Straßen) hin zum Stahl-Graveller (Bombtrack Hook 1 mit breiteren Reifen und deutlich mehr Gepäck auf gröberen Wegen, bis hin zu Single-Trails) zusätzlich zur veränderten Topografie deutlich am Jahresschnitt genagt hat (man hat mit dem Graveller mehr Auswahl an Wegen, offensichtlich resultiert das dann auch in mehr Anstiegen?!).

2014 / 2018 im Vergleich

  • Zeit: 279 h 15 m / 381 h 34 m
  • Strecke: 6.714,7 km / 7.012,5 km
  • Anstiege: 56.771 Höhenmeter / 79.025 Höhenmeter
  • Jahresschnitt: ca. 24,0 km/h / ca. 18,4 km/h

Nochmal zum Mitschreiben: Ca. 4% mehr Strecke, fast 50% mehr Höhenmeter – und den Jahresschnitt um satte 25% nach unten gedrückt …

Ich bin nicht auf solche Zahlenkolonnen fixiert und betreibe derzeit keinerlei Training, das den Namen verdient hätte – aber mich faszinieren diese Werte ebenso wie Strecken, die ich öfters fahre:
Einerseits ist der Blick auf irgendwelche Zahlen so langweilig wie immer wieder die gleichen Abschnitte fahren zu müssen, um Zeit zu sparen – zum Beispiel die Strecke zwischen Würzburg und Coburg: netto fahre ich mittlerweile immer öfter fast 6 Stunden, mit dem Renner waren es dagegen oft nur gute 4!
Andererseits hat es auch eine Verlässlichkeit, Verbindlichkeit – ich weiß inzwischen: hier rollt es gut, dort ist ein Anstieg elegant zu fahren, woanders wartet die Wand, aber dafür ist es am kürzesten und schnellsten – nachvollziehbar auch anhand der Zahlen.

Dieses Wissen brauche ich, um zu entscheiden, wann ich starte und welche Route ich wähle, hin oder her. Den Joker, hin und wieder ohne Gepäck zu fahren (das fährt dann per Auto), habe ich mir auch am Jahresende gegönnt – macht etwa eine halbe Stunde Unterschied, netto. Oder ermöglichte, wie im März, einen schönen Schlenker über einen zusätzlichen Berg aus purer Lust und Laune.

#Festive500

Rapha lädt alljährlich zu einer besonderen Challenge: Zwischen Weihnachten und Silvester 500 km auf dem Rad fahren, in einem Zeitfenster von 7 Tagen (oder, wie manche es machen, #inonego, also am Stück).
Ihr kennt das, ich kannte es auch, aber es hat mich nie sonderlich interessiert. Da das Wetter aber nicht katastrophal schlecht war in jener Woche und ich gut starten konnte (wieder mal Würzburg–Coburg), ging ich es an – und es gelang:

  • Am 25.12. von Würzburg nach Coburg (116 Km),
  • am 26.12. von Coburg nach Schweinfurt (72 Km),
  • am 28.12. eine Taubertalrunde, zweckfrei und bei Traumwetter (125 Km),
  • am 29.12. von Würzburg zur Kissinger Hütte, zusammen mit Tilman (105 Km) und
  • am 30.12. von der Kissinger Hütte nach Coburg (105 Km).

Macht 523 Km – sauber! Ich habe mich aber nicht offiziell gemeldet, obwohl ich schon eher der Sammler-Typ bin … aber ich muss nicht alles haben, denn viel wichtiger ist:

n+1

Yepp! Ich konnte mir ein Vorführmodell sichern – minimal gebraucht, quasi halber Preis, Mitte Dezember in Nürnberg abgeholt, und seither … steht es in der Garage und wartet auf eine ordentliche Jungfernfahrt. So wie ich auch! Aber die #Festive500 wollte ich ohne Experimente, was Strecken- und Radwahl angeht, einfach stressfrei fahren.
Ich könnte natürlich jetzt Hersteller und Modell nennen (einige wissen es eh schon), ein Foto aus dem Web reinpacken, aber ich will erstmal damit fahren, bevor ich es hier im Blog vorstelle. Deshalb: Fortsetzung folgt …

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2 Gedanken zu “Jahresrückblick – 2018 in Zahlen

  1. Dirk Wendt schreibt:

    Ich weiss es, ich weiss es 😏
    Bin 2019 auch am meisten gefahren. 12xxx irgendwas. Der Infekt ab Mitte Dezember hat mir die 13000 verhagelt …. wobei das nicht das Ziel war. Die Jahreskilometer haben mich mal gejuckt, jetzt nicht mehr …. solange ich viel auf dem Rad sitzen konnte. Also 8k, 9k …. eigentlich egal.

    Respekt zum festive500. Bei der Witterung und Dunkelheit ….

    Gefällt 1 Person

  2. Nachdem ich Martin, ohne zu wissen was er macht, beim Gravelfondo in Ruhrpott kennen gelernt habe und später dann hörte, dass er in der letzten Ausgabe seines Magazins einen Bericht über Harald hat, hab ich mir nachträglich alle Ausgaben gegönnt und es nicht bereut. Wirklich ein schön gemachtes Magazin, das ehrlich und persönlich rüber kommt.

    Mir macht es, seit ich einen Graveller habe, auch deutlich mehr Spaß abseits asphaltierter Straßen zu fahren. Mal sehen, wie sich das statistisch dann auswirkt.

    Und zum n+1: Du hast ein Rad fürs Grobe, ein Rennrad, möglicherweise auch noch eine Stadtschlampe für zwischendurch. Was könnte da fehlen? Vielleicht ein klassischer Randonneur, oder ein Faltrad a la Brompton? Ein Mountainbike, wenns ganz dick kommt oder gar ein Fatbike? Dem Mountainbike hattest Du ja bei Anschaffung des Bombtrack eigentlich abgeschworen, also fällt das ja schon mal raus. Vielleicht auch ein Singlespeeder oder Fixie? Ist ja eher was für die Stadt, (von Haralds Wolverine Eskapaden mal abgesehen) also vielleicht nicht Deins. Da bin ich mal gespannt, was es geworden ist. Lass uns nicht so lange zappeln.

    Viele Grüße aus Duisburg,
    Markus

    Gefällt 1 Person

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