Ehrgeiz, Fotografie, Gravelbike, Lust, Termin

Hoffen auf den »PhadA«-Effekt …

… oder: Wie wird das Jahr 2021? Eva hat da schon vorgelegt, und auch ich möchte Euch in meine Pläne einweihen – die sind nämlich wieder recht üppig (»Bigmouth Strikes Again« – wobei ich The Smiths gerade nicht hören mag: dieser Morrissey ist doch mittlerweile ein unglaublich reaktionärer Arsch geworden).

Zuerst ein wenig Eigenlob: Die Rhœn Divide, die ich letzten September mal so lose entwickelt habe (Bericht hier und hier), ist zu einem ordentlichen Paket geschnürt samt eigener Website. Eine »Veranstaltung« mag ich daraus nicht machen, aber als kleine Handreichung für alle, die die Rhön von Nord nach Süd durchqueren wollen, ist sie ganz gut geworden …

… und dann ist da ja noch mein anderes Baby, der Mainfranken Graveller. Aber was heißt »Baby«: 5 Jahre alt ist der Rotzlöffel inzwischen! Auch in diesem Jahr will ich die Rundfahrt organisieren (d.h.: den gemeinsamen Start am 13. Mai – auf der Strecke ist jede:r für sich selbst verantwortlich); ob das pandemiebedingt so glatt läuft, wie ich mir das im Moment vorstelle, weiß ich allerdings nicht. Es wird auf jeden Fall etwas reduzierter im Aufwand für mich – Pre-Camp oder Tracking organisiere ich mit den Teilnehmer:innen zusammen in einem (geschlossenen) Diskussionsforum. Und ich werde ihn auf jeden Fall selbst fahren, zur Not muss ich eben mein Smartphone abschalten und mich disziplinieren, nicht wieder permanent zu schauen, wann wer wo gerade was treibt.

Außerdem ist da natürlich der Wunsch, hie und da ein wenig fremd zu gehen resp. zu fahren: Zwei Wochen nach dem MfG21 lockt eine Gegend, in der ich bisher noch nicht mit dem Rad unterwegs war: Wetterau Hoch 3 führt in bester Hin-und-her-Manier durch die Wetterau und sollte am verlängerten Wochenende ab 3. Juni bequem zu fahren sein. Und nur eine Woche später geht es direkt weiter: Der Super Berlin Express 747 vom 11. bis 13. Juni reizt mich – da ich meine Hamburg–Berlin-Tour bisher immer noch nicht komplettiert habe, hilft vielleicht die Nummer größer: Hamburg – Berlin – Hamburg (Zeitlimit: 53 Stunden). Da kommt dann eine Woche später das Bratwurstrace (am 19. Juni) wie gerufen, um mal wieder ein Tagesevent zu fahren … und den Thüringer Schotterpisten einen Besuch abzustatten.

Die Touren, für die ich angemeldet, liegen also alle in einem Zeitfenster von ungefähr fünf Wochen – Mitte Mai bis Mitte Juni, und ergeben zusammen mindestens 1700 Km (die Höhenmeter will ich gar nicht nachrechnen). Das dürften die heftigsten Wochen werden, seit ich hier blogge … aber gut: Geht nicht anders. Will ich so haben. Immerhin bin ich so vernünftig, den Candy B. Graveller, der am 4. Mai startet (also gut eine Woche vor dem MfG21), auszulassen. Ungern, das gebe ich zu, aber um diese Bikapacking/Gravel-Wochen von Mai bis Juni zu überstehen, brauche ich sowieso ein kleines Trainingswunder vorneweg, das ich voller Hoffnung den »PhadA«-Effekt nenne: Phoenix aus der Asche.

Also bitte: Schnee weg, Temperaturen hoch und rauf aufs Rad …

… aber auf welches? Am liebsten fahre ich ja mit dem bequemen Surly ECR (SBE747 wird allerdings sicher mit dem Bombtrack Hook gefahren), und das gefällt mir noch besser, seit ich kurz vor Winterbeginn auf Dropbar umgerüstet habe. Ich habe mich lange geziert, aber es war die richtige Entscheidung: Was für ein Spaß das macht, im Unterlenker zu fahren mit dem Ritchey Comp Beacon. Den werde ich vermutlich auch am Bombtrack nachrüsten. Irgendwann. Und die Gevenalle-Hebel sind der Hammer – super im Handling und schalten den Shimano-Mix am ECR absolut zuverlässig.

Ich freue mich natürlich, die eine oder den anderen auch mal wieder in natura zu sehen – ich muss zugeben, dass mir der Lockdown seit Herbst beinahe jede Lust genommen hat, mich draußen zu betätigen oder mit Freund:innen zusammen zu fahren (zwei Haushalte sind bei dreien schon wieder einer zuviel, und meine 2020-Form war nicht wirklich der Rede wert, weswegen ich mich hauptsächlich alleine in der Gegend herumgetrieben habe – wenn überhaupt).

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5 Gedanken zu “Hoffen auf den »PhadA«-Effekt …

  1. schoenie schreibt:

    Die Zeichen stehen gerade gut, um den PhadA-Effekt…ähh, wie sagt man? zu erzeugen, zu erleben?? Egal, ab heute taut der Schnee und das Eis. Wenn das Zeug weg ist, gibt es kein Halten mehr 🙂 Am besten, eine maximale Anzahl von Strava-Herausforderungen buchen, das hilft ein wenig der Motivation nach 😉
    Dein Programm werde ich mal genauer studieren, den Express 747 kenne ich gar nicht.
    Vielleicht schaffen wir es in diesem Jahr mal wieder, eine gemeinsame Strecke zu fahren, oder sich einfach zu treffen, zu overnighten. Das würde mich freuen!
    Viele Grüße aus Hessisch-Sibirien (Nordhessen)
    Mario

    Gefällt 3 Personen

  2. Pingback: Interessant: Hoffen auf den »PhadA«-Effekt … – Warum ich Rad fahre

  3. Hallo Jochen, „Rhön Divide“ finde ich eine schöne Sache – schöne Gegend und ich wette, eine tolle Strecke. Danke, dass du das zur Verfügung stellst!
    Und herzlichen Glückwunsch zur ersten „runden“ MfG-Ausgabe. Wie die Zeit vergeht. Ich meine, wir sollten Dich erinnern, dass Du keinesfalls mitfahren wolltest, solange du organisierst? 🙂
    So weit ich sehe, keine Schnittpunkte, aber wer weiß ob ich dann mal rund um den SBE747 auftauche, bei so viel illustrem Publikum. Viel Spaß und gute Fahrt bei allem – und ganz besonders bei PhadA 😉

    Gefällt 2 Personen

  4. jacominasenkel schreibt:

    Wenn Du von der Wetterau genug hast und einen Kaffee, eine Dusche oder einen Schlafplatz brauchst, sag Bescheid. Wir wohnen mittendrin und ihr fahrt quasi an meiner Haustür vorbei. Ob das der Ante extra so gescoutet hat? Hmmm….. vllt. fällt mir ja auch noch was ein, um mehr Fahrer mit Kaffee o.ä. zu erfreuen. Mile Tragic nennt sich das…. oder anders. Was weiss ich schon. Auf jeden Fall klingt das alles gut. Und ich wünsche Dir eine entspannte Zeit auf dem Rad, aber vor allem: Gesundheit.

    LG;
    Bernd

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