Alltag, Frust, Lust, Würzburg

Vorsätze für 2015

Zuerst: Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein kilometerreiches, unfallfreies Jahr 2015 auf dem Fahrrad!
Dann: Herrlich! Nach zwei weitgehend verbummelten Wochen Winterferien zuhause kommen so langsam die Lebensgeister zurück – endlich wieder früh aufstehen, ins Büro radeln, … das geregelte Leben halt. Dabei war der Dezember vor allem psychisch anstrengend – was hatte ich mir nicht alles vorgenommen: Die 7.000 km auf dem Rennrad vollmachen, ein paar Bücher fertiglesen und hier vorstellen/empfehlen, einen Jahresrückblick schreiben, eine Vorschau schreiben, … keines dieser Vorhaben habe ich verwirklicht. Und ich fühle mich nicht einmal schlecht dabei. Weiterlesen

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Alltag, Fotografie, Frust, Würzburg

»Stadtgestalterische Aufwertung« à la Würzburg …

Eigentlich wollte ich gar nichts zu der neuen »Fußgängerzone« in der Hofstraße schreiben, weil sie verkehrsplanerisch und städtebaulich nur noch der traurige Rest einer größeren Achse (Residenz–Dom) ist, die schon seit Jahren im Gespräch ist, aber über die Jahre hin im Würzburger Stadtrat solange malträtiert worden ist, bis in diesem Jahr bereits gezahlte Fördergelder – samt Zinsen – an den Bund zurücküberwiesen werden mussten. Weiterlesen

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Alltag, Dialog, Würzburg

»Wie macht man Radverkehr sichtbar?«

Als ich mit dem Bloggen begann, wollte ich eigentlich auch andere zu Wort kommen lassen – gar nicht so sehr als Mit-Autoren (obwohl da nichts dagegen spräche), eher als Alltags- oder Überzeugungsradler, um (selbst) mehr über die Haltung dahinter zu erfahren. Ich wollte Typen portraitieren, ihre Räder zeigen, ihre Schrullen … aber irgendwie fand ich nie den richtigen Startpunkt dafür. Jetzt, nach über 100 veröffentlichten Beiträgen, ist es aber soweit: In der (neuen) Kategorie »Dialog« versuche ich, nicht nur meinen Senf zum alltäglichen Geschehen dazu zu geben, sondern dezidiert mit anderen Radlern ins Gespräch zu kommen. Als nach dem letzten Treffen der AG Radverkehr am 5.11. Thorsten mit leuchtenden Augen davon berichtete, dass er und seine Frau – zufällig – in Hamburg an der Critical Mass teilgenommen haben, wollte ich ein wenig mehr von ihm wissen … Weiterlesen

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Alltag, Lektüre, Mensch-Maschine, Würzburg

Tempo 30 (2)

Wie ich hier schon berichtet habe, gilt in Würzburg auf der Ludwigsbrücke (Volksmund: »Löwenbrücke«) seit einem tragischen Unfall Tempo 30. Inzwischen konnte ich einen Blick in das Protokoll der entsprechenden Stadtratssitzung werfen (online hier als PDF einsehbar) und mir einen Überblick über die Argumente der Befürworter und Gegner von »Tempo 30 auf der Löwenbrücke« verschaffen. Ich muss sagen: Das eine oder andere scheint mir wirklich bemerkenswert …

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Alltag, Frust, Lektüre, Mensch-Maschine, Radwege, Würzburg

Würzburg wird fahrradfreundlich? Nur ohne permanentes »victim blaming« …

Kleine Ursache, große Wirkung – das trifft einmal mehr auf die Sprach- und Begriffswahl in der Mainpost zu, die sich recht unscheinbar auf Seite 26 (Rubrik »Polizeibericht«, linke Spalte) der gestrigen Ausgabe (18.10.2014) und hier online findet. Eine 19-jährige wurde ohne eigenes Verschulden vom Rad geholt – erst auf der Straße, dann leider auch in der Mainpost und in der zugrundeliegenden Polizeimeldung … Weiterlesen

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Alltag, Frust, Radwege, Würzburg

Würzburg wird fahrradfreundlich? Wann denn?

Der gute Wille ist da, auf allen Seiten: Die Stadtverwaltung signalisiert wiederholt und medienwirksam Bereitschaft, die teilweise unzumutbaren, manchmal schlicht lebensgefährlichen Zustände auf Würzburgs Straßen zu ändern; der Aufnahmeantrag liegt der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern e.V. (AGFK Bayern) längst vor; AGFK und ADFC haben im April hier vor Ort einen gemeinsamen Radverkehrskongress abgehalten; ADFC und VCD bemühen sich um konstruktive Unterstützung der Stadt bei Lösungsansätzen und geben sich teilweise kompromissbereit, wissend um die prekäre Situation an manchen Verkehrsabschnitten (Stichwort: Löwenbrücke); die Radfahrenden – zumindest diejenigen, die keine rücksichtslosen Autisten sind, denen wirklich alles außer dem eigenen Vorankommen scheißegal ist – schlucken nach wie vor die eine oder andere Kröte in der Hoffnung auf baldige Besserung der Zustände, und zur Not wird eben auch mal das Rad geschoben (eine besondere Form der Schikane, die sich in dieser Form und Häufigkeit absolut kein (!) anderer Verkehrsteilnehmer bieten lassen muss) … Weiterlesen

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Alltag, Ehrgeiz, Lust, Würzburg

Stadtradeln 2014 – Endspurt

Die Aktion Stadtradeln 2014 geht morgen um Mitternacht zu Ende – und Emil und ich waren fleissig: In den drei Wochen haben wir beide bisher 582 Kilometer zusammen erradelt, wovon immerhin 90 auf Emils Konto gehen: Auch bei Elfjährigen kommt einiges zusammen im Verlauf von drei Wochen, und jeden einzelnen dieser Kilometer hat er souverän und aus eigener Kraft zurückgelegt … Weiterlesen

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Alltag, Ehrgeiz, Lust, Mensch-Maschine, Radwege, Würzburg

Stadtradeln? Mitmachen!

Nachdem das Wetter der letzten Tage nicht so prickelnd war, hat sich meine Radfahr-Aktivität wieder weitgehend auf die paar Alltagskilometer beschränkt, die für die Wege zur Schule (Emil), zum Büro oder für sonstige Erledigungen anfallen – an dieser Stelle noch einmal der dezente Hinweis an alle, dass ich in diesem Jahr zum ersten Mal beim Stadtradeln mitmache und zusammen mit Sohnemann Emil ein eigenes Team bilde: kleinesgrafischesbuero (etwas nach unten scrollen, dann kommen die Teams). Ich bin zwar immer noch der Meinung, dass es weniger auf solche Mitmach-Aktionen ankommt als viel mehr auf die individuelle Einsicht, dass sich nur dann etwas am großen Ganzen ändert, wenn sich das individuelle Verhalten ändert – aber es besteht die Wahrscheinlichkeit, dass meine Teilnahme am Stadtradeln mehr positive als negative Aspekte birgt, also wird mitgemacht. Weiterlesen

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Alltag, Lust, Radwege, Würzburg

Stadtradeln 2014

»Stadtradeln«, »Mit dem Rad zur Arbeit« … irgendwie habe ich mich bisher nicht für diese Aktionen begeistern können – bzw. gerade soviel Begeisterung dafür aufbringen wie ein Vegetarier für den Veggie-Day, ein Konsumverweigerer für den Buy-Nothing-Day oder ein Asket für die Fastenzeit: »Was soll’s? Mache ich doch sowieso das ganze Jahr …« Dennoch bin ich letztes Jahr mitgefahren bei der Auftaktveranstaltung, und auch in diesem Jahr wieder – wann kann man schon mal, von der Polizei eskortiert, im großen Pulk gepflegt die Hauptverkehrsrouten der Stadt befahren, mitten auf der Fahrbahn und unabhängig von Ampelschaltungen? Außerdem ist es ja doch ein Zeichen, eine symbolische Handlung – auch wenn mir das Symbolische in der Politik mittlerweile eher suspekt ist. Weiterlesen

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