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Termine und Pläne 2017

Auch wenn ich das Fahrrad-Jahr 2017 so ungezwungen wie selten die letzten Jahre angehe – keine stundenlangen Planungen an dunklen Winterabenden, über Karten und Laptop gebeugt –, so gibt es doch einige ToDos für dieses Jahr im Bezug auf Fahrrad & Touren …

Zuerst: Berliner Fahrradschau, schon am nächsten Wochenende (3.–5. März 2017). Das Zugticket ist schon seit fast drei Wochen auf dem Smartphone, inzwischen liegen auch die Fahrradkarten für Hin- und Rückfahrt bereit (also keine Verpackungsaktion wie letztes Jahr). Allerdings muss und will ich es dieses Jahr kurz und knapp halten: Freitag hin, Samstag Mittag schon zurück – 23 Stunden Berlin bleiben inkl. Schlafen. Das muss reichen. Höchstwahrscheinlich werde ich die Fahrradschau am Samstag Vormittag besuchen, und neben den Freunden, die ich begleite, könnte ich mir auch das eine oder andere Treffen mit anderen BloggerInnen bzw. LeserInnen vorstellen. Wer ebenfalls dort ist, sollte mir bis Freitag Abend eine Mail schreiben, dann gibt es meine Mobil-Nummer zurück zur spontanen Kontaktaufnahme …

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© Berlin Bicycle Week

Dann: »200 Jahre Fahrrad« in Mannheim – auf jeden Fall Pflicht! Zum 200-jährigen Jubiläum der Jungfernfahrt von Karl Freiherr von Drais (am 12. Juni 1817) zeigt das Mannheimer Technoseum schon seit letztem Herbst und noch bis zum 25. Juni 2017 die Große Landesausstellung Baden-Württemberg mit dem Titel »2 Räder – 200 Jahre. Freiherr von Drais und die Geschichte des Fahrrades« (einen tollen Artikel zum Thema gab es u.a. bei der Süddeutschen). Mein Plan ist derzeit, das mit einem (oder mehreren Freunden) als mehrtägige (oder Wochenend-)Tour zu absolvieren, via Odenwald – größtes Problem vermutlich: einen verbindlichen Termin (samt Ausweichtermin) zu finden. Fahre ich am Ende doch wieder alleine? Clemens, Dirk, wie siehts aus? … 😉

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Foto: SZ Photo

Und: Eine Laus hat sich doch in meinem Pelz festgesetzt … nicht zuletzt, weil zwei meiner LieblingsbloggerInnen dort mitmachen (bzw. wollen): Candy B. Graveller, eine Fahrt von Frankfurt/Main nach Berlin Ende April, von Luftbrückendenkmal zu Luftbrückendenkmal. Das ist mal eine schöne Idee, und die Streckenlänge entspricht etwa meiner letztjährigen Fahrt nach Berlin – allerdings mit deutlich weniger Teer, dafür mehr Gravel (Schotterwege jedweder Couleur). Mit dem Rennrad würde das kein Spaß werden – macht nichts, dann forciere ich jetzt eben mal mein Projekt »Ein Fahrrad für alles« (Umbau meines Stadtrades zum langstreckentauglichen Allwetter-Gefährt), dazu später mehr …

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© CANDY B. GRAVELLER

Es gibt eine einzige Sache, die mich bisher abhält, mich für einen Startplatz beim CBG zu bewerben: Das obligatorische SPOT-Tracking – bisher sehe ich noch nicht, dass es eine billige Alternative zum Kauf eines solchen Trackers gibt (dessen Anschaffung dann auch noch mit irgendwelchen jährlichen Vertragskosten für Tracking-Dienste verbunden ist?), und, ganz ehrlich: Ich brauche das nicht. Ich will das nicht. Es interessiert mich nicht. Wenn es das für den Zeitraum der Fahrt zu leihen gibt, zu einem vernünftigen Preis: Gerne. Ansonsten: Nein Danke!
Mein Desinteresse am Beobachten anderer oder das mich permanent beobachten lassen, und sei es nur als (wandernder) Punkt auf einer digitalen Karte, ist auch der Grund, warum ich bis heute kein Strava verwende (und auch nicht in absehbarer Zeit verwenden werde): Es interessiert mich einfach nicht, wann wer in welcher Zeit was warum gestemmt hat – und es geht i.d.R. niemanden etwas an, was ich wann wo warum wie und in welcher Geschwindigkeit mache. Ich interessiere mich natürlich für solche Erlebnisse, sehr sogar – aber nur wenn Sie mit Wörtern (und ein paar Fotos) anschaulich beschrieben werden, nicht in Tabellen, Zahlen, Grafiken. Die Stravanutzer, die ich kenne, unterteile ich in zwei Gruppen – die einen nutzen Strava für sich, wobei andere zuschauen können, interessieren sich aber nicht so sehr für den Vergleich, sondern für die eigenen Leistungen: Das bietet mir die Kombination aus komoot, Körperwaage, Kalender und Kamera ebenfalls, aber gut: jede/r, wie sie/er mag. Die anderen haben immer die Daten irgendwelcher Dritten parat und korrespondieren darüber kreuz und quer in der Gegend herum, während sich die eigenen Strava-Einträge pro Jahr auf eine Handvoll beschränken … der (leider bis in höhere Altersklassen übliche, pubertäre) Schwanzvergleich halt – wobei man den eigenen immer schön bedeckt hält bzw. mit den eigenen Leistungen immer im Konjunktiv bleibt: Gähn, schnarch! Die dritte Gruppe, und die kenne ich nicht, sind die »Sportler« – kann und will ich nichts dazu sagen, ich treibe keinen »Sport« …

Nichts gegen Strava (oder Facebook, Twitter etc. – das ganze »soziale« Zeug halt), aber ich brauche es nicht. Lediglich einen Aspekt finde ich spannend, und darum beneide ich Joas … das reicht aber leider noch nicht für mich, um mich weitergehend damit zu beschäftigen.

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14 Gedanken zu “Termine und Pläne 2017

  1. So wie es aussieht, schaffe ich es am Samstag tatsächlich zur BFS. Nach den Tickets schau ich heute Abend. Takeshi will am Samstag um 12.00 Uhr am Soma-Stand sein … dann hast Du zwar nur noch eine halbe Stunde bis zu Deiner geplanten Abfahrt, aber das wäre doch besser als nichts ;). Ich melde mich noch mal, wenn ich meine Ankunftszeit habe.

    Was das Spot-Tracking angeht, bin ich bei Dir. Ein bisschen overdone für meine Gefühle. Ich hab’s nur erst hinterher entdeckt. Soweit ich aber sehe, kann man sich so ein Teil auch leihen. Schau mal hier: http://www.wespot.de/mietanfrage/
    (Und Hach 🙂 zu den Lieblingsbloggern zu gehören … Danke!).

    Tja, Deine Einwände gegen Strava kann ich nachvollziehen. Auf der anderen Seite mag ich es, weil ich sehr einfach meine Fahrten dokumentieren kann. Start drücken, radfahren, Stop drücken. Fertig. Würde ich sonst nie so dokumentiert bekommen. Das wäre weitaus lückenhafter. Da bin ich einfach bequem. Ansonsten sehe ich es ein Stück weit als Motivation und Anregung, wenn ich Fahrten von anderen sehe, die über 200 km gehen ;). Der Rest, Werte, wie Puls und Geschwindigkeit interessieren mich die Bohne. Aber gut, wenn ich sehe, dass bei komoot eine Radfahrt von Dir ist, dann schau ich eben da 🙂

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    • Hi Joas,
      »Start drücken, radfahren, Stop drücken. Fertig.« – das ist für mich komoot (und seit ich ein neues iPhone habe, läuft das noch reibungsloser: nun weiss ich, dass 2-3 Stunden Tracking den Akku üblicherweise NICHT komplett leersaugen).
      Soma-Stand um 12 Uhr? Da verkleide ich mich doch einfach als Multitool und springe zu gegebenem Zeitpunkt wie ein Springteufel aus einem Satteltäschchen … 😀

      Für einen Kaffee zu dritt (bzw. 3 plus n, o.s.ä.) sollte/wird die Zeit noch reichen. Würde mich sehr freuen, mit meinen LieblingsbloggerInnen ein Tässchen zu heben (ansonsten müssen wir uns doch mal ernsthaft über eine Brocken-Sternfahrt unterhalten, Eva hat das ja auch schon so ähnlich formuliert).

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  2. Jochen, das geht mir mit Strava genauso, neben dem ganzen Konkurrenz-Hickhack habe ich schon keine Lust, meine eigene Leistung ständig mit den Leistungen der Vorzeit zu vergleichen. Und das fördert Strava ja scheinbar schon. „Beat yesterday“, mir geht schon der Claim auf die Nerven (na gut, ich weiß ehrlich gesagt nicht mal, ob der überhaupt von Strava ist…). Das fällt für mich alles mit dieser Selbstoptimierungsschiene zusammen, die in den letzten Jahren so groß geworden ist. Da zählt dann die App die Schritte und Kalorien, und dann gucken sie einen mit großen Augen an, weil man jeden Tag mit dem Rad zur Arbeit kommt. Eigentlich kann das ja jeder halten, wie er möchte, aber für mich stimmt dieses Bild irgendwie nicht…

    Aber um auch etwas Positives zu sagen: Samstag Soma-Stand um 12 Uhr, wenn das klappt, sehr cool! Ich freue mich 🙂

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    • Das wäre in der Tat sehr cool, lass uns bei einem Kaffee noch ein bisschen Strava bashen … 😀
      Im Ernst: Würde mich sehr freuen auf ein Treffen am Stand, muss aber leider wirklich um 13.30 in den Zug – das sollte aber reichen, um zumindest mal kurz (!) über dies und das zu plaudern: z. B. Brocken – Du hast damit angefangen … und da will ich schon längst mal hin, ich kurbele einfach viel zu viel in Süddeutschland herum.
      Mit Deiner neuerlichen Fahrradsuche hast Du mich ganz schön kirre gemacht, am liebsten würde ich mir sofort das Bombtrack holen, das gefällt mir richtig gut – aber die Vernunft siegt, leider, zumindest in diesem Jahr: Kein neues Rad! Nein, kein neues Rad! Nein, dieses Jahr nicht! Nein … oder doch?

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      • Doch! Nachdem Du mich quasi angefeuert hast, unbedingt!
        Ich werde zusehen, dass ich Samstag pünktlich bin, Joas hatte schon erwähnt, dass Du zeitig weg musst. Da schauen wir uns dann noch andere Räder an und senken Deine Kaufschwelle 🙂

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  3. Hallo Jochen, lustig, ich bin am Wochenende auch in Berlin. Allerdings erstmal ohne Fahrradmotiv und auch schon ab Donnerstag. Vielleicht plane ich diese Schau mal ein. Scheint ja eine Reise wert zu sein.
    Mannheim habe ich auch auf dem Schirm. Habe Fotos beim Fotowettbewerb eingereicht. Sieht derzeit aber eher schlecht aus mit dem Hauptgewinn. Derweil erstmal servus und viel spaß in der Hauptstadt.

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  4. Henry schreibt:

    Wie man Strava wahrnimmt kommt auch etwas auf die eigene Filterblase an.
    Ich sehe das von Strava zu Komoot wie Whatsapp zu Threema. Man will erstmal kein Geld bezahlen um den Dienst zu nutzen (und zahlt ggf. anders).
    Ich nutze Strava zur eigenen Dokumentation, aber auch weil man dort (mehr als bei Komoot oder sonstwo) schön bebilderte Touren mit Steigungen etc. nachvollziehen kann. Genauso wie ich auf dieser Seite die beschriebenen Touren mit Freude nachverfolge.

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  5. Pingback: Berlin und Berliner Fahrradschau  | AndrAktiv

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