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Fahrradmitnahme

Wie schon hier beschrieben, war ich im März bei der Berliner Fahrradschau – mit dem Zug von Würzburg hingefahren, IC, also Fahrradmitnahme möglich. Allerdings wollte mir die Dame am Schalter in Würzburg kein Fahrrad-Ticket verkaufen, weil angeblich keine Plätze mehr im Fahrradabteil frei waren – was nicht stimmte, denn auf der Fahrt nach Hannover war kein einziges Fahrrad im Abteil, von Hannover nach Berlin hätten noch 3 Fahrräder Platz gehabt.

Damals hätte ich eigentlich einen meiner typischen Impulskäufe tätigen müssen (Brompton o.ä.), aber auf dem Fußweg nach Hause kühlte mein Ärger über die Bahn rasch ab und der Entschluss reifte, dann eben ein Rad als Gepäckstück mitzunehmen. Die Bahn hat dazu ja klare Informationen bereitgestellt, als Gepäckstück dürfte das Rad sogar in den ICE (die ja sowieso irgendwann auch mal Fahrradmitnahme ermöglichen sollen):
Demontierte und komplett verpackte handelsübliche Fahrräder sowie zusammengeklappte Fahrräder (letztere auch unverpackt) können als kostenloses Handgepäck mitgenommen werden, sofern diese unter bzw. über dem Sitz sicher verstaut werden können.

Eigentlich wollte ich nach Berlin mein blaues Singlespeed mitnehmen – ist ja flach dort –, aber dann habe ich mich doch für den Stahlrenner entschieden. Hier die kurze Anleitung, wie dieser mit wenigen Handgriffen in ein Gepäckstück verwandelt werden kann. Zugegeben: »unter bzw. über dem Sitz sicher verstaut« werden kann das kaum, aber das Packmaß liegt nicht wirklich über dem anderer 28″-Räder, für die es ja jede Menge an Koffern und Taschen gibt … im Fahrradabteil, aber auch im ICE finden sich immer wieder Plätze, wo man das Paket platzieren kann (und ich habe schon deutlich größere Reisekoffer gesehen, die ja auch als kostenloses Handgepäck befördert werden).

Pack' mer's: Das Fahrrad muss in die Filzwurst – diese ist einerseits halbwegs transportabel (mit dem Rad in Berlin dann), andererseits ist das Material recht dick, so dass das Rad auch wirklich geschützt ist, zumindest für den kurzen Transport.

Pack‘ mer’s: Das Fahrrad muss in die Filzwurst – diese ist einerseits zusammengerollt halbwegs transportabel (mit dem Rad in Berlin dann), andererseits ist das Material recht dick, so dass das Rad eingewickelt auch einigermaßen geschützt ist, zumindest für den kurzen Transport.

Es sind tatsächlich nur 5 Schrauben zu lösen: Eine am Sitzrohr (o.l.), zwei am Lenker (o.r., u.l.) und die zwei Schnellspanner für Vorder- und Hinterrad (u.r.).

Es sind tatsächlich nur 5 Schrauben zu lösen: Eine am Sitzrohr (o.l.), zwei am Lenker (o.r., u.l.) und die zwei Schnellspanner für Vorder- und Hinterrad (u.r.). An der Sattelstütze habe ich vor der Demontage mit Klebeband die Höhe markiert, dann geht das beim Zusammenbau auch schnell, ohne langes Einstellen …

Dann geht's ans Einmachen: Die Filzrolle ist ziemlich groß (o.l.), die Räder werden mit den Schnüren am Rahmen fixiert (o.r.), dann wird das ganze in Filz eingeschlagen (u.l.) und schließlich zusammengezurrt (u.r.). Hier bietet sich an, alte Schläuche zu recyclen, Spanngurte zu nehmen o.ä. – zur Not geht auch Tesa oder Packband. Letzteres wurde von mir im März gewählt, ist sehr stabil und ergiebig, aber leider nicht wiederverwendbar.

Dann geht’s ans Einmachen: Die Filzrolle ist ziemlich groß (o.l.), die Räder werden mit den Schnüren am Rahmen fixiert (o.r.), dann wird das ganze in Filz eingeschlagen (u.l.) und schließlich zusammengezurrt (u.r.). Hier bietet sich an, alte Schläuche zu recyclen, Spanngurte zu nehmen o.ä. – zur Not geht auch Tesa oder Packband. Letzteres wurde von mir im März gewählt, ist sehr stabil und ergiebig, aber leider nicht wiederverwendbar.

Vorher / nachher. Mit Spanngurten lässt sich auch bequem ein Trageriemen kreieren, dann kann das Rad wie eine große Tasche über der Schulter getragen werden. Vielleicht wäre es ja eine schöne Idee, eine entsprechende Filztasche anfertigen zu lassen … möglicherweise gibt es sogar schon welche? Ich weiss es nicht.

Vorher / nachher. Mit Spanngurten lässt sich auch bequem ein Trageriemen kreieren, dann kann das Rad wie eine große Tasche über der Schulter getragen werden. Vielleicht wäre es ja eine schöne Idee, eine entsprechende Filztasche anfertigen zu lassen … möglicherweise gibt es sogar schon welche?

Und hier noch ein paar Details meines Stahlrenners, der ja mehrmals als »schön« bezeichnet wurde – von nahem sieht man ganz gut, wie sich der Rost nun langsam breit macht. Das stört nicht wirklich im Gebrauch, aber auf Dauer muss ich mir doch was überlegen, der Grat zwischen »Vintage-Look« und »da hat er aber gepfuscht« scheint mir recht schmal zu sein.

Und hier noch ein paar Details meines Stahlrenners, der ja mehrmals als »schön« bezeichnet wurde – von nahem sieht man ganz gut, wie sich der Rost nun langsam breit macht. Das stört nicht wirklich im Gebrauch, aber auf Dauer muss ich mir doch was überlegen, der Grat zwischen »Vintage-Look« und »da hat er aber gepfuscht« scheint mir recht schmal zu sein.

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11 Gedanken zu “Fahrradmitnahme

  1. Gut, dass ich hier mitlese! Da wäre ich nicht drauf gekommen. Stehe aktuell vor dem gleichen Problem. Muss am Samstag von Bonn nach Leipzig und am Sonntag wieder zurück, und zwar jeweils mit Rennrad. Tickets für mich habe ich schon. Für das Rad gibt es angeblich keine Plätze mehr … was ziemlich doof ist, weil ich nach Leipzig zu einem Radevent bin. Jetzt werde ich dies dank Deines Blogposts das ebenso lösen!

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  2. Exakt Jochen 🙂 Du hast ja meinen Bikekalender gut drauf! Jetzt muss nur noch die Tasche pünktlich kommen. Leider erst gerade online bestellt, weil keiner Bike-Freunde und kein Fahrrad-Händler etwas adäquates hatte.

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  3. Schau mal hier, hier gibt es eine Übersicht: http://www.bike-discount.de/de/shop/transporttaschen-341 In der Auswahlt hatte ich http://www.bike-discount.de/de/kaufen/b-w-bike-sack-210243/wg_id-341 und die Hausmarke von Bike-Discount http://www.bike-discount.de/de/kaufen/radon-transporttasche-bike-sack-533075/wg_id-341. Ich hab mich für das optisch dezentere entschieden (weniger ist mehr) ;). Da ich keinen Filz habe, musste jetzt so etwas her …

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