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Tour: Durch das »gefährliche« Thüringen

Nachdem ich in den letzten Wochen einfach nur stinkfaul war viel um die Ohren hatte, will ich nun doch mal die paar Touren, die ich bisher gefahren bin, noch kurz nachbereiten. Den Anfang macht die (für mich schon quasi institutionalisierte) Vatertagstour – 2011 drei Tage mit dem MTB in die Rhön unterwegs, 2012 zusammen mit Dirk drei Tage in Haßbergen und Rhön mit dem MTB, 2013 die erste Tour nach München mit knapp 300 Tageskilometern, 2014 die dreitägige Unterfrankenrundfahrt mit Markus (und Robert am ersten Tag). Und 2015?Tja, in diesem Jahr aus familiären Gründen eine eher kleine Runde: 30 km am Mittwochabend, 90 km am Donnerstag (Vatertag) und 50 km am Samstag – das ganze eigentlich eher Trainingsrunde, weniger Tour. Ein paar Bilder:

Los gings am 13. Mai, Mittwoch Abend vor Fronleichnam: Nach einem normalen Arbeitstag mit dem Zug nach Bad Neustadt, von dort mit dem Rad über den Brend-Radweg nach Wegfurt und von dort via Oberelsbach nach Urspringen, zum Atelier von meinem Freund Jan Polacek (o.l.). Großer Bahnhof dort an diesem Abend, inkl. Landrat (o.r.). Dort fand nämlich an diesem Abend die Preview von »Unter unserem Himmel« statt, einer Sendereihe des BR – diesmal ein Portrait der Gegend dort im Dreieck von Hochrhön, Schwarze Berge und Mellrichstadt (grob umrissen) (u.l.). Mit Kurzportraits u.a. von Jan und Andreas Seufert, dem Braumeister hinter der Oberelsbacher Pax Bräu – und natürlich gab es an diesem Abend hochwertigsten Stoff galore (u.r.).

Los gings am 13. Mai, Mittwoch Abend vor Fronleichnam: Nach einem normalen Arbeitstag mit dem Zug nach Bad Neustadt, von dort mit dem Rad über den Brend-Radweg nach Wegfurt und via Oberelsbach nach Urspringen, zum Atelier von meinem Freund Jan Polacek (o.l.). Großer Bahnhof dort an diesem Abend, inkl. Landrat (o.r.), es fand nämlich die Preview von »Unter unserem Himmel« statt, einer Sendereihe des BR – diesmal ein Portrait der Gegend im Dreieck von Hochrhön, Schwarze Berge und Mellrichstadt (grob umrissen) (u.l.). Mit Kurzportraits u.a. von Jan und Andreas Seufert, dem Braumeister hinter der Oberelsbacher Pax Bräu – und natürlich gab es an diesem Abend hochwertigsten Stoff galore (u.r.).

14. Mai, Vatertag – bei Jan und Eva übernachtet, ausgeschlafen und nach einem gemütlichen Frühstück erst gegen 11.30 Uhr losgefahren. Auf dem Programm standen aber auch nur knapp 90 km nach Stöppach, meinen Schwiegervater besuchen und dort noch ein paar Tage zu verbringen. In etwa die gleiche Strecke, die ich erst im Herbst in Gegenrichtung gefahren bin, allerdings mit leichter Variation. Hier auf der Anhöhe westlich von Mellrichstadt (ST2292) …

14. Mai, Vatertag – bei Jan und Eva übernachtet, ausgeschlafen und nach einem gemütlichen Frühstück erst gegen 11.30 Uhr losgefahren. Auf dem Programm standen aber auch nur knapp 90 km nach Stöppach, meinen Schwiegervater besuchen und dort noch ein paar Tage zu verbringen. In etwa die gleiche Strecke, die ich erst im Herbst in Gegenrichtung gefahren bin, allerdings mit leichter Variation. Hier auf der Anhöhe westlich von Mellrichstadt (ST2292) …

… und nach der Talfahrt wieder hoch, Richtung Römhild/Thüringen (NES37, Brücke unter der B285 durch).

… und nach der Talfahrt wieder hoch, Richtung Römhild/Thüringen (NES37, Brücke unter der B285 durch).

Auf der K2567 hinter Behrungen – das »deutsch-deutsche Freilandmuseum« (ehemaliger Grenzturm).

Auf der K2567 hinter Behrungen – das »deutsch-deutsche Freilandmuseum« (ehemaliger Grenzturm).

K508, Mönchshof Richtung Römhild: Die »Gleichberge« – links der kleine, rechts der große. Gut zu sehen: Die Unterscheidung hat weniger mit der Höhe als mit der Fläche (bzw. Länge) zu tun.

K508, Mönchshof Richtung Römhild: Die »Gleichberge« – links der kleine, rechts der große. Gut zu sehen: Die Unterscheidung hat weniger mit der Höhe als mit der Fläche (bzw. Länge) zu tun.

Römhild, Ortsmitte.

Römhild, Ortsmitte.

In Römhild biege ich diesmal auf die L1132, um zwischen den beiden Gleichbergen hindurchzufahren.

In Römhild biege ich diesmal auf die L1132, um zwischen den beiden Gleichbergen hindurchzufahren.

Klar, zur sowieso guten Stimmung trägt ein kleines Überholmanöver bergauf auch immer bei ;-)

Klar, zur sowieso guten Stimmung trägt ein kleines Überholmanöver bergauf auch immer bei 😉

Waldhaus, auf dem Pass zwischen den Gleichbergen – ich genehmige mir eine Zigarette und einen tiefen Schluck aus der Wasserpulle, mehr nicht.

Waldhaus, auf dem Pass zwischen den Gleichbergen – ich genehmige mir eine Zigarette und einen tiefen Schluck aus der Wasserpulle, mehr nicht.

Die Abfahrt auf der anderen Seite ist nicht so spannend: Mieser Straßenbelag und ein Schild »Gefahrstelle“, das für die nächsten 2,5 km gilt. Das erste mal, dass ich auf Gefahr hingewiesen werde auf dieser Tour, aber es kommt noch besser … etwas Geduld bitte.

Die Abfahrt auf der anderen Seite ist nicht so spannend: Mieser Straßenbelag und ein Schild »Gefahrstelle“, das für die nächsten 2,5 km gilt. Das erste mal, dass ich auf Gefahr hingewiesen werde auf dieser Tour, aber es kommt noch besser … etwas Geduld bitte.

Nach dem Waldstück wird auch der Belag der L1132 besser, aber ich biege in Zeilfeld sowieso nach rechts auf die L2673 …

Nach dem Waldstück wird auch der Belag der L1132 besser, aber ich biege in Zeilfeld sowieso nach rechts auf die L2673 …

… die meine Fahrt für ein kurzes Stück nach Süden lenkt, bevor es vor Roth links ab nach Bedheim geht.

… die meine Fahrt für ein kurzes Stück nach Süden lenkt, bevor es vor Roth links ab nach Bedheim geht.

Direkt nach dem Abzweig: mal wieder eine schön geschwungene Straße!

Direkt nach dem Abzweig: mal wieder eine schön geschwungene Straße!

Noch mehr Schönheit erwartet mich ein paar Meter weiter: Nachdem ich schon an einigen alkoholisierten Vatertags-Männerbünden vorbeigeradelt bin, ziehen hier zwei junge Damen, die eine oben mit nicht mehr als dem BH bekleidet, ein Wägelchen mit allem, was einen an einem sonnigen Tag wie diesen in Vollrausch versetzen könnte.

Noch mehr Schönheit erwartet mich ein paar Meter weiter: Nachdem ich schon an einigen alkoholisierten Vatertags-Männerbünden vorbeigeradelt bin, ziehen hier zwei junge Damen, die eine oben mit nicht mehr als dem BH bekleidet, ein Wägelchen mit allem, was einen an einem sonnigen Tag wie diesen in Vollrausch versetzen könnte.

Hinter Bedheim gehts weiter auf gut geteerten Nebensträßchen nach Stressenhausen, …

Hinter Bedheim gehts weiter auf gut geteerten Nebensträßchen nach Stressenhausen, …

… sehr gut fahrbar, sonnenbeschienen und …

… sehr gut fahrbar, sonnenbeschienen und …

… flach. Und manchmal auch schattig. Superentspanntes Radeln!

… flach. Und manchmal auch schattig. Superentspanntes Radeln!

Nach Stressenhausen wird der Weg – nun ja – stressiger? Nein, …

Nach Stressenhausen wird der Weg – nun ja – stressiger? Nein, …

… noch gefährlicher. Und ich muss sagen, obwohl ich schon einige witzige Beschilderungen gesehen habe: Diese Kombination aus grünem Pfeil und Hinweis auf »Gefahr« habe ich bisher auch noch nicht gesehen. Ich öffne das Gatter links, mühsam, …

… noch gefährlicher. Und ich muss sagen, obwohl ich schon einige witzige Beschilderungen gesehen habe: Diese Kombination aus grünem Pfeil und Hinweis auf »Gefahr« habe ich bisher auch noch nicht gesehen. Ich öffne das Gatter links, mühsam, …

… und passiere den nächsten Männderbund, der sich die Alkoholwirkung durch die Mittagssonne gratis potenzieren lässt. Echt witzige Gegend hier ;-) Aber trotzdem mein Tipp: In Stressenhausen wieder auf die reguläre Straße wechseln (K522), der Exkurs über die Viehweide lohnt nicht.

… und passiere den nächsten Männderbund, der sich die Alkoholwirkung durch die Mittagssonne gratis potenzieren lässt. Echt witzige Gegend hier 😉
Aber trotzdem mein Tipp: In Stressenhausen wieder auf die reguläre Straße wechseln (K522), der Exkurs über die Viehweide lohnt nicht.

Also weiter auf der L1153, hier zwischen Adelhausen …

Also weiter auf der L1153, hier zwischen Adelhausen …

… und Bad Rodach, mittlerweile auf dem Radweg neben der ST2205.

… und Bad Rodach, mittlerweile auf dem Radweg neben der ST2205.

Bretteben, das – und der Wind bläst von hinten. Die Sonne steht permanent rechts von mir, dazu später mehr … hier nur kurz der Hinweis auf meine schönen, alten Handschuh (mit Häkelrücken), die an diesem Tag ihre letzte Fahrt bestreiten sollten und am Nachmittag mehrfach irreparabel zerrissen (am Leder der Handflächen) in die Tonne wanderten.

Bretteben, das – und der Wind bläst von hinten. Die Sonne steht permanent rechts von mir, dazu später mehr … hier nur kurz der Hinweis auf meine schönen, alten Handschuhe (mit Häkelrücken), die an diesem Tag ihre letzte Fahrt bestreiten sollten und am Nachmittag mehrfach irreparabel zerrissen (am Leder der Handflächen) in die Tonne wanderten.

Hinter Bad Rodach taucht am Horizont schon die Veste Coburg am Horizont auf (Bildmitte, direkt über der Straße).

Hinter Bad Rodach taucht am Horizont schon die Veste Coburg am Horizont auf (Bildmitte, direkt über der Straße).

Zielgerade Coburg, kurz vor Beiersdorf.

Zielgerade Coburg, kurz vor Beiersdorf.

Bei Beiersdorf Wechsel auf den nagelneuen Teer des Radwegs und Bekräftigung der schon länger gehegten Gewissheit, dass es …

Bei Beiersdorf Wechsel auf den nagelneuen Teer des Radwegs und Bekräftigung der schon länger gehegten Gewissheit, dass es …

… neben Autodeppen auch unglaublich viele Fahrraddeppen gibt. Klar der Weg ist breit genug, wozu die Aufregung? Locker, Alter …

… neben Autodeppen auch unglaublich viele Fahrraddeppen gibt. Klar der Weg ist breit genug, wozu die Aufregung? Locker, Alter …

In Coburg wird der Radverkehr, von Beiersdorf kommend, …

In Coburg wird der Radverkehr, von Beiersdorf kommend, …

… umgehend weggeführt von der Straße. Teilweise wirds eher eng – wenn da mehrere Pendler unterwegs sind …

… umgehend weggeführt von der Straße. Teilweise wirds eher eng – wenn da mehrere Pendler unterwegs sind …

… aber heute fallen hier nur zwei jugendliche Vollidioten auf: Gerade, einsehbare Strecke, mein Tempo gut abschätzbar, und der Idiot rechts im Bild wird auch gleich zur Seite gehen, um mich durchzulassen – aber mich vorher natürlich fast zum Stillstand abbremsen lassen. Wozu? Depp, dummer! Schalt Dein Hirn ein!

… aber heute fallen hier nur zwei jugendliche Vollidioten auf: Gerade, einsehbare Strecke, mein Tempo gut abschätzbar, und der Idiot rechts im Bild wird auch gleich zur Seite gehen, um mich durchzulassen – aber mich vorher natürlich fast zum Stillstand abbremsen lassen. Wozu? Depp, dummer! Schalt Dein Hirn ein!

Zugegeben: Manchmal ist es durchaus schöner, nicht auf den ätzenden Autostraßen zu fahren.

Zugegeben: Manchmal ist es durchaus schöner, nicht auf den ätzenden Autostraßen zu fahren.

Coburg, Marktplatz: Zielstrebig steuer ich die Bratwurstbude an, um mir die hiesige Spezialität einzuverleiben, nicht mal mehr 10 km vor dem Ziel.

Coburg, Marktplatz: Zielstrebig steuere ich die Bratwurstbude an, um mir die hiesige Spezialität einzuverleiben, nicht mal mehr 10 km vor dem Ziel.

Weiter gehts auf den itzgrund-Radweg neben der B4 und bei Meschenbach dann rechts ab nach Stöppach.

Weiter gehts auf den Itzgrund-Radweg neben der B4 und bei Meschenbach dann rechts ab nach Stöppach.

Dort erwartet mich unser ältester Sohn Moritz – und überreicht mir mein Vatertagsgeschenk: Einen Flaschenöffner aus Stahl, den ich auch gleich sinnvoll einzuweihen weiss! Danke, Mo!

Dort erwartet mich unser ältester Sohn Moritz – und überreicht mir mein Vatertagsgeschenk: Einen Flaschenöffner aus Stahl, den ich auch gleich sinnvoll einzuweihen weiss! Danke, Mo!

Ich bitte ihn, ein Foto von mir zu machen – ich weiss, Kettenblattmuster an der Wade sind verpönt, kommen aber (bei mir) etwa 1x jährlich vor, durch irgendeinen Zufall (in diesem Fall: Bratwurstkauf) – aber ich überlege ernsthaft, ob das nicht Basis für ein Tattoo sein könnte. Im Bild rechts auch noch die Bilanz von 3,5 Stunden »Sonne rechts« an diesem wunderschönen Tag.

Ich bitte ihn, ein Foto von mir zu machen – ich weiss, Kettenblattmuster an der Wade sind verpönt, kommen aber (bei mir) etwa 1x jährlich vor, durch irgendeinen Zufall (in diesem Fall: Bratwurstkauf) – aber ich überlege ernsthaft, ob das nicht Basis für ein Tattoo sein könnte. Im Bild rechts auch noch die Bilanz von 3,5 Stunden »Sonne rechts« an diesem wunderschönen Tag.

Die Tour bei komoot (mit kleinem Aussetzer bei Römhild, leider).

Am Samstag dann, 16. Mai, fuhr ich abends noch von Stöppach bis Haßfurt (50 km) und von dort mit dem Zug zurück nach Würzburg. Details zu den drei Tagen im Rennradtagebuch.

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